Wurmkiste: Die Ernte

Im Februar 2020 habe ich mir ausgefallene Haustiere zugelegt. Um genau zu sein: Würmer. Viele finden so Wurmis ja ziemlich eklig. Hat kein Fell, keine süßen Kulleraugen und irgendwie auch sonst nicht so den klassischen Niedlichkeitsfaktor. Aber dafür sind Würmer hundert Mal nützlicher als so ein Hund oder Meerschweinchen.

Die Ernas machten ihre Arbeit hervorragend. Ich habe alle paar Tage die Wurmkiste mit neuen Leckereien für die Würmer bestückt und nach einigen Monaten (etwas mehr als 7 Monate) habe ich dann vor einer ganz neuen Aufgabe gestanden: Die Wurmkiste war voll. Es ging an die Ernte der Erde.

Im Vorfeld hatte ich mir schon verschließbare Eimer besorgt. Ich dachte, dass ich mit den Eimern locker hinkomme, aber die Ernte war unglaublich ertragreich. Letztendes habe ich drei Eimer voll bekommen und hatte zwischendurch sogar Sorge, dass die Eimer nicht ausreichen würden. Ich hatte wirklich Angst, dass ich die Wurmis bei der Ernte verletze oder sich noch viele Wurmis unten in der Erde befinden würden. Alles Hirngespinste. Die Wurmis waren da, wo es Essen gab (also in ihrer grünen Kiste). Die konnte ich also problemlos aus der Holzkiste heben, um dann in aller Ruhe die Erde aus herauszuholen. Futter und Wurmis wieder in ihre Holzkiste zurück und schon beginnt der Kreislauf von vorne.

Wer Fragen zur Wurmkiste hat, immer her damit. Ich bin auf jeden Fall Fan von dieser Art Haustiere. Alles, was so übrig bleibt, dürfen sie natürlich nicht essen. Zum Beispiel vertragen sie kein Fleisch, keine Milchprodukte, gekochte oder gewürzte Speisen. Getreide (auch Brot), Zitrusfrüchte und Nussblätter sind auch nichts für sie. Aber da wir von unserem Gemüseanteil der solidarischen Landwirtschaft immer einiges über haben (Tomatenstengel, Kürbisinnereien, Kartoffelschale, und und und), kriegen sie immer genug zu futtern.

6 replies to “Wurmkiste: Die Ernte

    1. Absolut. Ich finde es toll, dass man die Kiste auch einfach zwei Wochen zuhause stehen lassen kann und ohne Sorgen in den Urlaub fährt. Und natürlich sehr cool, dass man am Ende immer wieder Erde rausbekommt. Für Leute ohne Garten und somit ohne Kompost ist das schon ziemlich nett. 🙂
      Liebe Grüße!

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  1. Wie ist das eigentlich mit Tee- und Kaffeeresten? Hab ich mich zumindest schon mal für unseren Kompost draußen gefragt. Richtig gekocht ist das ja nicht, aber irgendwie auch doch? Bei den Wurmis muss man dann vermutlich aufpassen, dass keine Bestandteile von Zitrusfrüchten im Tee sind, richtig?
    Und die Erde nutzt du jetzt für den Balkon?

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    1. Tee und Kaffee können sie auch essen. Allerdings nicht so richtig viel vom Anteil her, sonst würde die Kiste übersäuern. Und wie du schon richtig vermutet hast: Man muss darauf achten, dass keine Zitrusfrüchte mit im Tee sind. Grüner und Schwarzer geht aber gut 🙂

      Genau, die Erde nutze ich jetzt für Balkon und auch für die Zimmerpflanzen.

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  2. Wasfür Würmer sind das? Welche Temperaturen vertragen sie. Wieviel Platz braucht so ne Wurmkiste? Wie verhindert man das sich da noch andere Tiere ansiedeln (Fliegen usw?) ?

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    1. Schön, dass du so viele Fragen dazu hast 🙂
      Das sind Kompostwürmer. Sie vertragen keine extremen warmen Temperaturen (also alles ab 28 Grad aufwärts), keine direkte Sonneneinstrahlung im Sommer und im Winter keine Minusgrade (auch hier so alles unter 10 Grad ist dann nicht mehr so angenehm für die Wurmis).
      Die Wurmkiste ist ziemlich klein. Ungefähr so wie ein Sitzhocker (die kann man übrigens auch mit Polster zum Sitzen bestellen).
      Es muss da unterschieden werden: Manche kleinen anderen Tiere helfen beim Zersetzungprozess und bleiben in der Wurmkiste ganz unbemerkt. Andere Tiere, wie Obstfliegen oder Trauermücken sind ziemlich nervig. Die kann man mit Hilfe der Hanfmatte vorbeugen. Die wird oben auf die Biomüllreste gelegt und verhindert so, dass Fliegen ihre Eier legen. Ansonsten ist es auch hilfreich, wenn man die Reste gerade sammelt, im Kühlschrank zu lagern und dann zur Fütterung in die Kiste zu geben. Sollte es doch zu einem Befall kommen (hatten wir leider schon mit Trauermücken), hilft Neemöl.

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