Eigentlich hatte ich mich weigern wollen. Denn ich hab auch die Alhambra nicht von innen gesehen, warum dann den Saint Michel angucken. Ein absolutes Touri-Highlight und sowas schreckt mich ja bekanntlich ab. Kein Problem, ich schaff das schon. Wir liefen fünf Kilometer von unserem kleinen Stellplatz zum Mont. Auf dem Weg dorthin war er sehr schön anzusehen. Sobald wir die Holzbrücke hinüber betraten, wurden es etliche Menschen.
Durch das Tor hindurch und es wurde unerträglich. Die Menschen quetschten sich durch die engen Gässchen. Es war laut und es roch nach so vielen Dingen. Ich war sofort gestresst. Wir schoben uns den Berg hinauf zum Eingang. Und kaum waren wir durch die Ticketkontrolle entspannte sich die Lage etwas.





Dann hieß es schauen. Überall schauen. Irgendwie erinnerte mich der Komplex an Hogwarts. Man wurde gefühlt im Kreis durch das Kloster geleitet und immer taten sich neue Treppen und Räume auf. Ich ließ mich treiben und versuchte mich an Fotografie.



Wieder draußen entschieden wir uns noch kurz die kleinen Gassen anzuschauen. In den Nebengassen war es okay, aber auf den großen überfluteten mich wieder die Reize. Die Leute blieben unkontrolliert stehen, sie redeten laut und machten keinen Platz. Ich fühlte mich einfach unwohl. Die Entspannung kam erst nach der Holzbrücke – ich war geschafft für den Tag und beschloss: Alle weiteren Touristen Highlights sollte T. alleine machen.
