Es ist ein weiter Weg, ein steiler Anstieg, bis hinauf auf den Col du Colombier. Radfaher:innen lieben ihn. Jeden zweiten Samstag wird er gesperrt, da können nur die Radler hoch. Heute war kein Samstag, auch kein zweiter. Also waren wir oben angekommen. Und da es seit Tagen mal wieder ein bisschen bewölkter war, ging es nachmittags zu einer Wanderung los. Richtig gelesen. Nachmittags. Zunächst war es nur warm und die Luftfeuchtigkeit gefühlt bei 98%. Das Laufen war daher schon leicht anstrengend.
Über die Kämme des Colombier liefen wir also gemütlich immer bergab. Das war vielleicht der Fehler, denn irgendwann musste man ja auch wieder hinauf. Und die Wolken wurden weniger und weniger. Als wir am tiefsten Punkt unserer Wanderung angekommen waren, brach die Sonne wieder durch. 29% Neigung bergrunter. Erstmal zum Glück Schatten durch die Bäume. Aber dann ging es konstante 10 % über ca. 3 km wieder hinauf.


Die Sonne war da. Sie knallte. Sie machte mich fertig. Anstrengungsmäßig waren die 400 Hm gar kein Problem, wäre da nicht die Hitze gewesen. Es gab keinen Wanderweg mehr, also liefen wir auf der Straße. Ich ärgerte mich so sehr über mich selbst, dass ich mitgegangen war. Die Sonne, bzw. Hitze war schon immer mein Feind. Oben wieder angekommen war ich fertig wie nach einem Marathon, aber ohne schwere Beine. Morgen gab’s keine Abschlusswanderung mehr. So viel stand fest.
