Abends auf dem Bergrücken sitzen. Hinüberschauen auf das weite Land. Kein Genfer See, kein Mont Blanc zu sehen. Alles bewölkt und diesig. Und auf der anderen Seite dieser rote Ball am Himmel, der immer tiefer sinkt. Bis zur Grenze der Wolkenfront. Noch einmal über die Kante schaut und dann für die Nacht verschwindet.



Am nächsten Morgen Dunkelheit. Der Mond mit all seinen Kratern und Schatten. Zur Hälfte sichtbar. Eine unvorstellbare Vorstellung dort oben zu sein. Irgendwo im Weltall. Mit einem Raumschiff. Schaue lieber von hier unten hinauf. Schaue, wie der Mond verblasst. Wie die Sonne den Himmel von Schwarz zu Rot zu Orange zu Dunkelblau färbt.


Die Wolkendecke zu dick. Kein klassicher Sonnenaufgang zu sehen. Nur die Seen unter dem Berg. Nur Flugzeuge am Himmel. Das Gipfelkreuz. Und der Wind streicht sachte durch die Wiese. Von irgendwo sehr weit weg ruft ein Waldkäuzchen.


Sie wird erst viel später über der Wolkenkante auftauchen. Ihr Licht verstrahlen, uns blenden. Die Sonne wird aufgehen, wie jeden Morgen. Sie wird Hitze mit sich bringen. Warme Luft und strahlendes Licht.