Manchmal sind die besten Wanderungen die, mit denen man sich vorher nur im minimalsten beschäftigt. Ich hatte in der App einen Parkplatz als Zwischenstopp ins Ecrins gesucht und diesen Stausee gefunden. Wunderschöne Umgebung. Mich erfreute es gleich, denn als wir ankamen und die Tür öffneten, flogen die Tannenhähere durch die Nadelbäume. Am Morgen, als es zur Wanderung los ging, beschwerten sich die Haubenmeisen in den Ästen.



In den Bergen zu sein, hat eine besondere Schönheit. Man weiß nie, was einen hinter der nächsten Kurve erwartet. Ob eine Aussicht, ein Gipfel, ein Abgrund oder doch nur wieder der nächste Anstieg. Im National Park Vanoise ist das Biwakieren verboten. Es ist verboten Hunde mitzunehmen, auch wenn sie angeleint sind. Über Drohnen brauchen wir gar nicht erst sprechen. Das macht mir den Park sehr sympatisch.



Zwischenstop auf dem kleinen Gipfel und danach wird die Landschaft nur noch schöner. Ich hatte mich, wie anfangs erwähnt, null mit der Wanderung beschäftigt. Aber aus dem Staunen kam ich nicht mehr heraus. Herrliche Berglandschaften, in denen Murmeltiere, Steinadler, Bartgeier und Steinböcke geschützt sind. Hier kann die Natur Natur sein. Ohne das der Mensch zu sehr eingreift. Und wenn sich dann auch noch alle an die Vorgaben halten, dürfen wir sicher noch lange diese Besonderheit genießen.


Steinböcke gab es übrigens wieder mal keine. Aber dafür viele verschiedene Vögel. Ganz vielleicht hab ich aber einen Bartgeier erspäht. Einen Steinschmetzer auf jeden Fall.