Advent in den Höfen [Quedlinburg]

Schon häufig war ich nun in Quedlinburg. Mal im Sommer, immer wieder im Winter. Auch wenn ich die meisten Ecken, überwiegend alle Gassen, fast alle Höfe und so gut wie jedes Fachwerkhaus in Quedlinburg kenne, ist es doch immer wieder schön hier. Nach einigen Jahren Corona-Pause zog es nun auch mich wieder auf den Weihnachtsmarkt und in die kleinen Höfe hinein.

Diese kleine Stadt hat gerade an den Adventswochenenden immer einiges zu bieten: Hinter den sonst verschlossenen Toren findet sich plötzlich ein Weihnachtsmarktstand nach dem anderen. Die kleinen Höfe sind wunderschön weihnachtlich geschmückt und der Geruch von Glühwein und gebrannten Mandeln liegt in der Luft.

Doch dieses Jahr war alles anders. Während ich sonst immer einen gesamten Tag brauchte, um die Mehrzahl der Höfe zu erkunden, fand ich dieses Jahr nur ein zwei Hände voll. 10 von 22 Höfen hatten ihre Tore geöffnet. Woran das lag, blieb unklar. Hohe Energiekosten? Corona? Nichtsdestotrotz lohnte es sich durch die Höfe und vor allem durch die Buchläden und Antiquariate zu schlendern.

Bei jedem Besuch in Quedlinburg, geht es einmal durch den Schuhhof, dem Vorhof zur Hölle und der Hölle selbst. Diese engen Gassen und schiefen, bunten Fachwerkhäuser sind einfach zu schön anzusehen. Da lehnen sich die Häuser gegen die Schultern der anderen. Sie sehen aus wie die Menschen auf dem Weihnachtsmarkt – schwerfällig nach zu viel Gläsern Glühwein oder gutem Essen.

Abschließend ging es noch zum Finkenherd und von hier auf den Schlossberg. Das Wetter verwöhnte uns heute mit kalten Minusgraden und einem anhaltendem Nieselregeln. Die Kälte kroch in die Knochen. Da rückten auch die alten Fachwerkhäuser eng zusammen. In erster Reihe standen sie schützend um den Kern der Innenstadt. Alte, schräge Häuser. Ewig stehen sie da schon so.

Wir hielten der Kälte nicht mehr stand. Trotz des schlechten Wetters waren die Straßen, der Weihnachtsmarkt, die Läden und Höfe gerammelt voll. Live Musik (Stilbruch) klang durch die Straßen. Scheiben in Cafes und Restaurants beschlugen, es wurde gerempelt und gedrängelt. Typisch Weihnachtsmarkt eben.

2 replies to “Advent in den Höfen [Quedlinburg]

  1. Mir gefällt sehr gut, wie du die eng beisammen stehenden Häuser beschreibst! Wie sie sich aneinander lehnen, wie Menschen auf dem Weihnachtsmarkt. Und das sie das schon ewig so tun. Wünschen wir ihnen, dass dieses „ewig“ noch lange anhalten wird.
    VG
    Christa

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