Mammutbäume [Waldwegweiser & Baumbetrachtung]

Lange ist es her, dass es in dieser Kategorie neue Beiträge gab. Nun soll es heute endlich mal wieder sein. Für diesen Beitrag habe ich mir einen meiner Lieblingsbäume ausgeschaut: Den Mammutbaum. Vor einigen Jahren konnte ich im Yosemite Nationalpark die weiche Rinde der Bäume streicheln und die gigantischen Größen bestaunen. Was für mächtige Bäume! Mittlerweile begegne ich ihnen auch immer mehr in europäischen Ländern, unter anderem auch in Deutschland. Zum Beispiel am Bodensee, aber auch in Hessen bei den „Niester Riesen“.

Die höchsten Mammutbäume stehen in Kalifornien. Bis zu 115 Meter hoch sind sie und bis zu 2000 Jahre alt. Es ist immer wieder verrückt, welche Zeiten und Ereignisse sie schon mitbekommen haben. Schon oft wurde mir erzählt, dass diese Bäume wegen ihrer faserigen Rinde einen guten Feuerschutz haben. Das konnte man im Yosemite übrigens auch gut sehen, manche Bäume waren richtig angesengt, wuchsen jedoch munter weiter und lebten.

In den USA haben sie über viele der Mammutbäume ganz eigene Naturschutzbereiche oder Nationalparks angelegt. Ein Mammutbaum steht aber nicht immer gleich unter Naturschutz – hierzu muss er eine bestimmte Größe und ein bestimmtes Alter erreichen. In Deutschland gab es 2011 ein Projekt, in dem Mammutbäume aufgeforstet wurden. Allerdings sprach sich der Nabu dagegen schnell aus, denn der Mammutbaum ist kein heimischer Baum und so könnten in solch einem Welt nur wenig unserer heimischen Pflanzen und Tiere weiter Lebensraum finden.

Mammutbäume sind heute mittlerweile eine eher selten vertretene Baumart. Sie gehören zu der Gruppe der Sumpfzypressen und sind weit entfernt auch mit der Eibe verwandt. Ihr Holz ist weich und leicht (das verrät ja auch die Rinde schon ein bisschen). Das Holz wird heute so gut wie gar nicht mehr verwendet, da die Bäume größtenteils unter Naturschutz stehen. Die Farbe ist meistens rötlich, weswegen sie auch in Amerika „Redwoods“ genannt werden.

Auch wenn der Mammutbaum kein heimischer Baum ist, hat er es mir dennoch irgendwie angetan. Wann immer ich irgendwo auf einen stoße, muss erst einmal die Rinde befühlt und in die hohe Baumkrone geschaut werden. Manchmal wandert der Blick sehr hoch, bei jüngeren Bäumen muss man den Kopf manchmal gar nicht so weit in den Nacken legen.

10 replies to “Mammutbäume [Waldwegweiser & Baumbetrachtung]

  1. Hallo Ines,
    die Mammutbäume kamen übrigens durch König Wilhelm I. von Württemberg 1864 nach Deutschland. Durch ein Missverständnis kaufte er in Amerika Samen für ca. 100000 Exemplare. Davon gingen in der Wilhelma rund 1000 Exemplare auf, die insbesondere über die Forstämter Baden-Württembergs verteilt wurden. Deshalb trifft man diese Bäume hier bei uns besonders häufig an. In Baden-Württem soll es aus dieser Saat noch ungefähr 200 Bäume geben.
    Viele Grüße Horst

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  2. Ich meine noch keine Mammutbäume in meinem Leben gesehen zu haben, aber ich kann mich durchaus irren. Auf alle Fälle hast du mir Lust gemacht, die Rinde anzufassen. Ich stelle sie mir flauschig weich vor. Ein bisschen zum Anlehnen 🙂

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