Glenfinnan Viadukt, Loch Leven & Loch Lomond [Schottland]

Weil es zu windig auf Skye war, hatten wir uns kurzerhand entschlossen die Insel doch wieder zu verlassen. Im Bus zu schlafen bei dem Wind, machte einfach keinen Spaß. Also standen wir an einem See. Kamen abends an und hauten morgens wieder früh ab. Weniger Wind, aber dafür stetiger Regen.

Glenfinnan Viadukt

Wir brachen zu einem absoluten Touri-Hotspot auf. Schon als wir auf den Parkplatz fahren, wurde uns bewusst, dass sich hier die Menschen tummelten wie Fliegen in der Biotonne im Sommer. Der erste Parkplatz war voll. Auf dem zweiten bekamen wir dann einen, zahlten (nach anfänglichen Schwierigkeiten) und liefen los.

Höchstwahrscheinlich hatten wir den Hogwarts-Express gerade verpasst, denn uns kamen etliche Menschen entgegen. Allerdings war es dadurch dann doch etwas entspannter am Viadukt. Keine Bahn weit und breit, dafür aber ein bisschen Harry Potter Feeling.

Ich fragte mich, ob das Viadukt auch vor Harry Potter schon ein Magnet gewesen ist. Schön anzuschauen war es auf jeden Fall. Und die Landschaft konnte sich auch zeigen. Neben den Hügeln und weiten, grünen Flächen lag etwas weiter noch ein größerer See. Wir wollten vor der Regenfront, die hinter uns aufzog, wieder am Van sein und so stiefelten wir auch ziemlich schnell wieder zurück. Der Regen blieb aus.

Loch Leven

Weiter ging es Richtung Süden. Am Loch Leven, einem Meeresarm, der sich als See tarnte, fanden wir einen herrlich schönen Parkplatz. Hier verbrachten wir dann den Nachmittag. Ich holte mein Buch raus, genoß die Sonne und den Blick auf das Wasser, während M sich mal wieder auf eine Wanderung begab.

Später hielt es mich dann aber auch nicht mehr im und am Bus. Ich zog die Gummistiefel an und lief ein gutes Stück am Wasser entlang. Eigentlich wollte ich die kleinen Babygänse fotografieren. Die hatten allerdings so gar keine Lust auf mich.

Am nächsten Tag ließ ich es mir auch nicht nehmen und startete die Wanderung mit M zusammen. Keine große Bergwanderung, aber hinauf ging es dennoch. Der Weg schlängelte sich erst durch einen kleinen Waldabschnitt, bevor wir dann auf freier Fläche ankamen. Dann ging es eigentlich immer nur weiter hinauf.

Auf der Old Military Road liefen wir dann auch ein Stück. Weniger spektakulär, als es vielleicht klingt, denn die Road ist wirklich eine Road: Eine breite Schotterstraße, die mitten durch die Highlands führt. Zum See liefen wir dann nicht mehr. Ein schneller Blick von oben und dann ging es den steilen Pfad wieder zurück in den Ort.

Loch Lomond

Wenn ein Name immer wieder im Zusammenhang mit Schottland fällt, dann ist es Loch Lomond. Bekannt wie ein bunter Hund scheint dieser See zu sein. Kein Wunder, bemerkten wir. Denn es war wunderschön hier. Da wir auch hier mal wieder an einem Wochenendtag ankamen, war es auch dementsprechend voll.

Zunächst war es etwas diesig, aber man merkte schon, dass die Sonne nur auf ihren Auftritt wartete. Wir fanden einen schönen Uferweg, dem wir bis zu den Aussichtspunkten folgten. Immer wieder tauchten kleine Strände auf. Bäume beugten sich Schattenspenden über den Sand und der Blick schweifte über die Berge in der Ferne.

Es stimmte einfach alles. Wunderschöner Wald mit sattem Frühlingsgrün, Aussichten auf Berge und Wasser, Menschen mit guter Laune und immer wieder die kleinen Blue Bell Blumen, die wie ein Teppich den kompletten Waldboden bedeckten. Hier ließ es sich aushalten und verweilen.

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