Prazeres [Madeira]

Die Aufregung war an diesem Morgen besonders hoch. Noch war alles dunkel draußen als wir am Flughafen in Hannover ankamen. Viel los erschien erst einmal nicht. Beruhigend, dachte ich, denn das schlechte Gewissen würde mitfliegen. Die Reise hatten wir gebucht als die Coronazahlen noch ziemlich niedrig waren. Nun schienen sie immer weiter zu steigen und ein Flug brachte eine gewisse Besorgnis mit sich. Außerdem war ich schon ziemlich lange nicht mehr geflogen. Dann ging es los: Einchecken, 1,5 Stunden Verspätung wegen der Wetterbedingungen, ein 3:45 Stunden Flug, eine rasante Landung bei Sturm, die Prüfung des Impfstatus und das Abholen des Mietwagens. Nun konnte es los gehen. Der Urlaub konnte beginnen.

Portugal war lange Zeit gar nicht auf meinem Urlaubsradar und seit Lissabon ist es nicht mehr wegzudenken. (Das lag wohl auch an den Pastel de Natas.) Auch dieses Mal zeigte sich dieses Land wieder von der schönsten Seite. Der Urlaub startete mit einer abenteuerreichen Autofahrt zu unserer Ferienwohnung: Tunnel, Kreisel, Tunnel, Kreisel, Tunnel, Kreisel… und dann diese Steigungen der Straßen. Wer hatte das nur gebaut? Hier musste ein wahrer Straßenbaukünstler am Werk gewesen sein.

Unsere Ferienwohnung war im Ort Prazeres, im letzten Winkel, bei unbeschreiblicher Ruhe und einem fantastischen Blick aufs Meer. Der Wind pustete noch immer so richtig und später am Abend begann ein kleines Unwetter mit starkem Regen und Blitzen aufzuziehen. Wir richteten uns erst einmal ein, genossen die Aussicht und begrüßten unseren Besuch. Drei kleine Katzen besuchten uns, maunzten nach Essen und Streicheleinheiten oder lagen einfach nur in der Sonne. Wir genoßen den Urlaub über immer wieder ihre Anwesenheit.

Pünktlich zum Abendessen zeigte sich dann auch ein hervorragender Sonnenuntergang. Der einzige übrigens, den wir in diesem Urlaub zu sehen bekamen. Ein orangener Ball sank gemütlich ins Meer, während bei uns auf dem Herd die Nudeln kochten.

Madeira über Weihnachten. Die Insel des ewigen Frühlings. Es gab ziemlich viele Ähnlichkeiten zu Teneriffa, die mit immer mal wieder zwischendurch auffielen. 11 Tage, die es nun zu nutzen galt. Unvorbereitet starte ich nicht gerne in den Urlaub, deswegen durchforstete ich am ersten Abend auch direkt die Wanderführer, um wenigstens spät ein bisschen informiert zu sein.

6 replies to “Prazeres [Madeira]

      1. Gegen die einen habe ich eine Allergie, gegen die anderen eine Aversion – das bleibt sich fast gleich. 🙂

        Also, wenn es noch mehr werden, beschwere ich mich bestimmt nicht. Lese halt gerne bei Dir rein 🙂

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