Sonnenaufgang & Steilküste Waabs

Weidefelder Strand

Der Tag hatte uns dazu gezwungen drinnen zu bleiben. Meine Mutter und mein Bruder fuhren nach Schleswig und schauten sich das Museum im Schloss an. Ich blieb in der Fewo und ließ es mir gut gehen: Lernen, lesen und Fernsehen schauen. Und dann brach auch schon der letzte Tag an. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und ich hatte mir eigentlich schon die ganze Woche vorgenommen, wenn es gutes Wetter geben würde, wollte ich den Sonnenaufgang am Strand anschauen.

Um kurz vor 7 Uhr standen wir hinten den Dünen und schauten, wie sich die Wolken immer mehr am Horizont versammelten. Die Farben konnten wir jedoch auch jetzt schon bestaunen. Das Meer lag ruhig vor uns, die Wasservögel kreisten am rosa Himmel, der Wind ging eiskalt.

Meeresluft einatmen, ausatmen. Stille genießen. Bisher waren kaum Menschen unterwegs. Der Himmel wurde heller und heller. Die Vögel immer aktiver. Der Tag startete und wir durften dabei sein. Es wechselte von Dunkelblau zu Rosa zu Orange. Und wir warteten und warteten, denn eigentlich müsste sie doch jeden Moment hinter den Wolken aufsteigen. Wir froren, die Finger waren kalt, die Wangen schon ganz rot. Trotzdem konnten wir uns nicht losreißen.

Irgendwann zwischen halb 8 und 8 Uhr war sie dann plötzlich da. Lugte erst ganz vorsichtig über den Wolkenrand empor und zeigte sich dann in ganzer Völle. Ich hielt meinen durchgefrorenen Körper entgegen, schloss die Augen und genoß. Lange hielten wir es in der Kälte nicht mehr aus. Ein letztes Foto, immer wieder der Blick zurück und dann an den warmen Frühstückstisch.

Steilküste Waabs

Nach dem Aufwärmen und Frühstücken ging es dann zu unserem letzten Spaziergang in diesem Urlaub. Wieder hatten wir uns eine Steilküste rausgesucht. Wieder ging es auf der Küste entlang hin und am Strand wieder zurück.

Hier war seltsamerweise mehr los als an den anderen Steilküsten und Stränden. Wir trafen auf viel mehr Leute. Ich erinnerte mich schon einmal hier gewesen zu sein. Vor einiger Zeit war ich mit meinen Eltern hier spazieren. Es hatte geregnet und wir liefen nur ein kurzes Stück am Strand entlang.

Zum Abschluss und als letzter Spaziergang, noch einmal das Meer genießen und diese wundervolle Natur hier oben im Norden, dafür war diese Steilküste wirklich sehr geeignet. Ich wollte gar nicht gehen. So eine Urlaubswoche ging immer viel zu schnell rum. Ich hätte noch ewig meine Tage so gestalten können: Morgens an den Strand, Vormittags Wandern, nachmittags Lesen und den Blick aufs Wasser genießen.

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