Steilküste Booknis

Bei unseren ersten Schritten ist die Luft kalt und wir haben beinahe das Gefühl uns zu dünn angezogen zu haben. Wenige Schritte weiter kommt die Sonne raus und jegliches Kältegefühl verschwindet. Wieder einmal sind wir auf einer der Steilküsten unterwegs. Wieder sitzen auf den Feldern die Kanadagänse oder sie ziehen ihre Bahnen am Himmel entlang. Auf der anderen Seite das Meer.

Heute ist es ruhiger. Weniger Wellen sind zu hören. Das Meer zeigt sich im strahlenden, tiefen Blau. Die schmalen Pfade entlang der Küste sind noch menschenleer. Allerdings nicht müllleer. Hier fliegen Masken herum, da liegen Plastikverpackungen, Hundekotbeutel (gefüllt – wie dämlich können Menschen sein), Taschentücher, Kippenstummel, …

In regelmäßigen Abständen finden sich sogar Mülleimer. Trotzdem schaffen es die Leute nicht, ihren Müll dorthin zu bringen. Ich muss tief durchatmen, um mich wieder zu beruhigen. Menschen vergessen, Meer angucken, Vögelchen beobachten. Sie zwitschern auf den Wiesen und im Wald. Es klingt nach Frühling.

Die Steilküste ist auch hier gar nicht so lang und endet, wer hätte es gedacht, mal wieder an einem Campingplatz. Bevor wir dort aber ankommen genießen wir noch die herrlichen Herbstfahren und verschlungenen alten Eichen. Bäume und Meer gemeinsam in einem Blick. Besser kann es für mich gar nicht sein.

Unser Rückweg führt uns wieder am Wasser entlang. Erst wird Ausschau nach Federn gehalten, dann entdecke ich etwas viel niedlicheres. Neben mir tauchen zwei kleine Schneeammern auf. Sie sprinten über den Strand. Immer wenn ich versuche sie zu überholen, flitzen sie schneller. Wegfliegen kommt für sie nicht in Frage und so begleiten sie uns auf unserem Strandspaziergang ca. 20 Minuten ohne sich beirren zu lassen.

Wieder zurück am Auto entschieden wir uns noch einen kleine Abstecher zu einem alten Grab zu machen. Das war wahrlich eine gute Idee. Auch wenn ich mir das Grab nicht ansah, konnten wir auf dem Weg dorthin Hirsche entdecken. Sie liefen einfach 3 Meter neben der Straße entlang. Bis wir einen Platz zum Wenden und kurzen Anhalten gefunden hatten, waren sie allerdings schon etwas weiter weg.

Was für ein Erlebnis. Was für majestätische Tiere und was für eine tolle Natur es hier oben im Norden doch immer wieder zu entdecken gab. Auch die Hirsche ließen sich übrigens kaum beirren. Lediglich die Straße machte sie (zum Glück) etwas skeptisch.

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