Naturschutzgebiet Schwansener See

Selbstverständlich hatte ich vor Abreise überhaupt keine Ahnung gehabt, in welche Ecke es mich hier oben verschlagen würde. Ich holte meine Recherche am Samstagabend nach Ankunft noch nach und durchsuchte die Naviapp auf meinem Handy. Hauptsache schön sollte es werden. Viele Natur hatte ich mir gewünscht und vor allem das Meer.

Einen richtigen Zufallsglücksgriff hatte ich dann mit der Idee an der Steilküste eine kleine Wanderung zu unternehmen, um dann im Schwansener See Naturschutzgebiet auf dem Ausguck Vögel zu beobachten. Wir starteten in Schönhagen. Direkt hinter der Promenade, ein paar Schritte außerhalb des Ortes, begann die Steilküste.

Im Frühjahr und Sommer musste es hier an der Küste ein reges Treiben geben. Die Uferseeschwalben hatten ihre Nester/Höhlen direkt an der Steilwand gebaut. Mit jedem Schritt auf diesem Pfad kam ich mehr und mehr im Urlaubsgefühl an. Endlich Meer, endlich herrliche Natur und dann auch noch endlich dieses herrliche Wetter.

Auf dem Weg zum Vogelbeobachtungsposten und dem See begegneten wir einem Fasan. Diese wunderschönen Tiere hatte ich schon lange nicht mehr in freier Wildbahn herumlaufen sehen. Kleine Vögel stoben immer wieder aus den vertrockneten Wiesen empor. Manchmal hörte man auch einfach nur das aufgeregte Zwitschern und kein gefiederter Freund war zu sehen. Überhaupt waren das meine absoluten Lieblingsmelodien: Die Ruhe, die Wellen, die Vögel.

Bevor wir überhaupt beim Ausblick ankamen, beobachten wir erst einmal viele andere Tiere. Mein Bruder zum Beispiel die Kühe, ich die Grünfinken und meine Mutter ihre Kinder. Der kleine Schwarm Grünfinken hatte es mir sehr angetan. Minutenlang versuchte ich die kleinen Frechdachse zu fotografieren, was mir leider nicht so richtig gelang.

Auf dem Vogelbeobachtungsposten gab es kaum Vögel zu sehen: Ein paar Enten, viele Reiher. Wir wanderten noch ein Stück den restlichen Weg zum Campingsplatz entlang, dann kehrten wir wieder um. Die Grünfinken waren wieder da! Ebenso der kleine Falke. Plötzlich schnatterten die Gänse wie wild drauf los und wir konnten noch einen kurzen Blick auf einen Seeadler erhaschen. Was für eine Aufregung.

Zurück ging es am Strand. Schon auf dem Hinweg hatten mein Bruder und ich meine Müllzange ausgepackt und fleißig den Müll der anderen Menschen weggeräumt. Auf dem Rückweg sammelten wir weiter. Ich weitete meine Suche auf Federn aus, mein Bruder und meine Mutter auf Bernsteine, Donnerkeile, Hühnergötter und.. sonstige Steine. Als Federsammlerin war der Strand übrigens ein wahres Paradies.

Die Sonne hatte uns den ganzen Tag gewärmt und verwöhnt. Sogar eine gemütliche Mittagspause konnten wir am Strand in der Sonne mit Meeresrauschen genießen. Es war November und die Sonne so kräftig, dass ich abends einen leichten Sonnenbrand hatte.

2 replies to “Naturschutzgebiet Schwansener See

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