Von Österreich nach Italien

Es regnete. Eigentlich war das nie schlimm, vor allem dann nicht, wenn man den Urlaubsspot wechseln musste. Die Abreise aus Österreich hätte durch das schlechte Wetter leichter fallen können. Allerdings hatten wir noch ein Zelt abzubauen. Ziemlich nass kam das in unsere Kiste und ward erst mal nicht mehr gesehen. Wir hatten uns morgens früh schon von L verabschiedet. Nun war unser Stellplatz dran. Los ging’s in ein weiteres Abenteuer. Unser nächstes Ziel: Italien.

Erst einmal ging es aber nach Innsbruck, um von dort die mautfreie Straße nach Italien zu nehmen. Brennero, ich habe dich vermisst. Ehrlich gesagt, die Strecke über die Brücke ist vielleicht schneller, aber der Weg unten herum auch sehr nett. Es kamen direkt einige Erinnerungen an den Gardasee auf. Eigentlich wollte ich ja erst mal nicht mehr nach Italien. Ich weiß auch nicht genau warum, aber das Gefühl Österreich für Italien zu verlassen, fühlt sich falsch an. (Kein Widerspruch: Die Toskana, Venedig, Bologna und der Gardasee waren tolle Reisen.)

Nun waren wir also zurück in Italien. In Südtirol bemerkt man aber auch erst sehr spät, dass man in Italien ist. Auch hier keine Grenzkontrolle. Wir tuckerten einfach durch. Ernie’s Kupplung seufzte. Er würde noch mehr Berge aushalten müssen. Uns erwarteten die Dolomiten. Ich hatte vor dem Urlaub viele unzählige Fotos aus den Dolomiten gesehen. Wir entschieden uns bewusst gegen die drei Zinnen und gegen die Seiser Alm, auch wenn es dort sicher wunderschön ist.

Unser Wohnort für die nächsten Tage war der Campingplatz Sass Dlacia. Im Gegensatz zum Karwendel Camping in der letzten Woche, war dieser Platz riesig. Wirklich riesig. Die Stellplätze zum Glück großzügig. Wir wurden direkt zugewiesen. Jetzt hieß es erstmal das Zelt wieder aufzubauen. Anzukommen. Die Sonne zu genießen. Sortieren. Ordnung schaffen.

Nicht nur die Dolomiten, auch der Campingplatz erinnerte mich so sehr an das Curry Village im Yosemite National Park. Direkt hinter dem Platz fingen die Berge an (und nicht ganz klein, sondern sie waren einfach da) und wir standen mit dem Bus umgeben von wunderschönen Nadelbäumen. Berge und Wald, ich glaube mit etwas besserem kann man mich nicht überzeugen.

Für einen kleinen Abendspaziergang ging es dann noch einmal los. Eigentlich wollten wir vor allem auch den Waldameisen mal ein bisschen aus dem Weg gehen. Gefühlt schaffte ich an diesem Abend nur noch 10 Meter. Sobald es ein bisschen bergan ging wollte mein Körper sich gern wieder zwischen die Bäume setzen und die Berge anschauen, ohne sich bewegen zu müssen.

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