Egg & Starnberger See

Landvergnügen Stellplatz

Gemütlich tuckerte uns Ernie zu unserem Stellplatz. Wir wollten wieder einmal die Landvergnügen Vignette nutzen und bei einem der Höfe unterkommen. Auf dem Hof war allerdings erst einmal niemand zu sehen. Wir fuhren direkt auf die Streuobstwiese und wurden dort von unseren Gastgebern begrüßt. Wow, eine ganze Wiese für uns alleine. In einem kleinen Ort im Nirgendwo. Diese Ruhe! All das dachte ich, während ich neben dem Bus stand und den Einweisungen folgte. Dann kam der Satz: „Ich muss euch leider vorwarnen. Heute ist Camper-Party bei uns!“

Die Wiese war allerdings groß genug, um der Party aus dem Wege zu gehen. So genoßen wir noch bis Eintreffen der anderen Leute die Stille und das weiche Abendlicht. Ich freute mich auf jeden Fall schon sehr auf das Bett im Dach.

Von der Party bekamen wir wirklich nichts mit. Wir standen ruhig und abseits mit einem weiteren Van. Der Stellplatz war also mal wieder ein Volltreffer. Und nach Egg wäre ich sicher sonst nie im Leben gekommen.

Starnberger See

Am nächsten Morgen wurde erst einmal noch einmal tief die Landluft eingeatmet, die Sonne begrüßt und dann ging es weiter an den Starnberger See. Da Österreich nicht mehr weit von hier aus war, hatten wir uns entschlossen noch einen kurzen Zwischenstopp einzulegen. Mein Papa hatte geschwärmt.

Das Wetter spielte verrückt. Wir konnten eine kleine Runde im Ort und am See drehen, bevor sich der Himmel über uns entleerte. Nach einem kleinen Frühstück vom Bäcker entschieden wir noch etwas weiter zu fahren und dem See eine neue Chance zu geben. Auf einem kleinen Parkplatz mussten wir nicht lange warten: Es hörte auf zu regnen und wir konnten unseren Spaziergang beginnen.

An einem kleinen Abzweig – nur für Fußgänger, direkt hinein ins wilde Insektenleben – fühlten wir uns dann so wohl, dass wir den halben Vormittag hier verbrachten. Es gab so viel zu sehen. Die Sonne kam raus, überall tanzten Schmetterlinge, krabbelten Käfer oder Spinnen und sonnten sich Libellen. Kaum ein Mensch war unterwegs. Und wenn ich mich auf die Zehenspitzen stellte, konnte ich sogar den See sehen. Im Hintergrund warteten die Berge. Ich schaute sehnsüchtig rüber. Die Vorfreude stieg und stieg.

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