Rothenburg ob der Tauber

Nach einem Jahr keinen Urlaub ging es dann endlich wieder auf Reisen. Dieses Mal hatten wir es sogar geschafft den Bus schon soweit startklar zu haben, dass wir direkt am Freitag losfahren konnten. Das Gefühl endlich wieder im Bus zu sitzen und einiges an Abenteuer vor uns zu haben, ist der schönste Urlaubsstart. Wir kamen gut voran und wollten eine kleine Zwischenpause einlegen. Auf dem Navi zeigte sich Rothenburg ob der Tauber.

Wow, auf dieses süße kleine Städtchen war ich nicht vorbereitet. Ich hatte schon viele Fotos gesehen, aber war selbst noch nie da. Wir hielten auf einem der letzten freien Parkplätze an der Stadtmauer. Durch den Galgenturm unten durch gehuscht und auf der anderen Seite die Stufen hoch und schon war ich verzaubert.

Mittlerweile war es unglaublich warm geworden. Irgendwie fuhren wir immer im Bus, sobald die Gradzahl über 25 Grad wanderte und wir ohne Klimaanlage ins Schwitzen kamen. Aber hier draußen an der frischen Luft war alles anders. Hier konnte spaziert und erkundet werden. Wir liefen also erst einmal ein gutes Stück auf der Mauer entlang, bis wir wieder an einem Turm ankamen und uns Richtung Innenstadt orientierten.

Die Innenstadt war gerammelt voll. Überall liefen und drängten sich Menschen. In der Corona Zeit habe ich bisher immer solche Andränge vermieden. Umso seltsamer war nun das Gefühl durch so belebte Straßen zu spazieren. Aber die Schönheit der alten Häuser und engen Gässchen wollten sich wohl noch einige mehr anschauen.

Eine Runde über den Marktplatz, vorbei an all den bunten Fassaden. Ein Eis auf die Hand, ein bisschen Suchen nach Schatten. Vor allem dann aber die Suche nach dem Weg zurück ohne weiterhin in den Menschenmassen mitzulaufen.

Wir bogen einfach ab. So schnell wir im Getümmel drin waren, desto schneller waren wir auch wieder draußen. Von hier aus war die Burg zu sehen. Sonst sind diese ja ziemlich schnell ziemlich auffällig. Hier wiederum war alles so von Schönheit getränkt, dass einem selbst das riesige Gebäude nicht sofort auffiel.

Über den Park und noch ein kleines Stück auf der Stadtmauer entlang liefen wir dann wieder zurück zum Parkplatz. Ich konnte mich kaum sattsehen. Ein kleiner Abstecher in diesen Ort reichte mir allerdings vollkommen aus. Ich schaue mich gerne in Orten um, nehme das Gefühl der Stadt auf, schlendre durch Straßen und freue mich über die Besonderheiten.

Besonderheiten hat Rothenburg auf jeden Fall einige. Eigentlich ist der Ort eine einzige große Besonderheit. Ich glaube sogar, dass wir noch Glück hatten und die Stadt um einiges mehr an Touristen aushalten muss. Zumindest im Normalfall. Gewohnt bin ich das allerdings trotzdem nicht mehr. Daher war die Vorfreude auf den Stellplatz und die damit verbundene Ruhe schon ziemlich groß.

10 replies to “Rothenburg ob der Tauber

      1. Letztes Mal sind wir da eher per Zufall gelandet. Hatten auf der Rückfahrt aus Bad Reichenhall einen so langen Stau, daß wir in Bad Windsheim übernachtet hatten und feststellten. Rothenburg ist nicht allszu weit. Meine Frau kannte es noch nicht, also den nächsten Tag dort verbracht und dann nach Hause. War ein Volltreffer! Und übrigens auch Ende Juli.

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