Moltkewarte, Grillenberg & Wippra Talsperre [Harz]

Moltkewarte [209]

Nun nach einem Sonnenmorgenstart in den Tag, fuhren wir Richtung Moltkewarte. Dieser Aussichtsturm liegt 600 m vom Parkplatz entfernt und ist wohl auch ohne Corona nur unregelmäßig geöffnet. Besonders spektakulär ist es nicht hier. Nur die Feldhasen, die über die Wiese hüpfen haben es mir angetan.

Burgruine Grillenberg [WN 208]

Umso schneller sind wir dann bei der Burgruine. Auf einem kleinen Parkplatz im Ort halten wir neben einem Spielplatz und laufen die kurze Strecke den Berg hinauf.

Immer wenn ich so alte, verfallene Burgruinen sehe, bin ich wieder ganz Kind. Wie oft war ich damals mit meinen Eltern in, an und auf solchen Ruinen? Meine Eltern sind totale Burgen und Schlösserfans. Viel zu sehen gibt’s auch hier nicht, aber der Weg hinauf und hinunter ist wirklich nett.

Gerade ist auch einfach die beste Jahreszeit dafür. Auf schmalen Pfaden schlängeln wir uns durch ein unendliches Bärlauchmeer. Es riecht nach Knobi und die zarten grünen Blätter fangen die Sonne ein. Hummeln düsen umher und landen vor allem auf den hübschen Lerchensporn.

Wippra Talsperre [HWN 219]

Der Anfahrtsweg zur Talsperre ist nicht ohne. Zum Glück sind wir in der Woche und recht früh unterwegs. Würde uns hier ein Auto oder gar ein Wohnmobil entgegen kommen, sähen wir ziemlich alt aus. Auf der unbefestigten Straße klatscht der Splitt nur so gegen den Lack. Es zieht sich in mir alles zusammen. Nach ca. 2 km auf dem Holperweg ist man dann am kleinen Parkplatz angekommen. Bisher sind nur ein paar Talsperren-Arbeiter unterwegs. Und wir zwei Früchtchen.

Ich hatte mir unter der Talsperre nichts vorgestellt. Überrascht hat sie mich mit ihrer Schönheit aber alle Male. Das ruhige Wasser und der hübsche Pfad drumherum. Wir starteten auf unserem 5,8 km Rundweg und kamen aus dem Staunen und Freuen gar nicht mehr heraus.

Immer wieder führten kleine Wege zum Wasser herunter. Schmetterlinge, Bienen und sogar eine Fledermaus schwirrten umher. Es war herrlich. Das schönste neben den ganzen Tieren und der Natur war, dass kein anderer Mensch unterwegs war.

Nach ca. 2 km kamen wir bei der Stempelstelle an. Hier gibt’s einen kleinen Fehler, den auch die anderen Leute schnell bemerkten. Auf dem Parkplatz ist der Stempel nicht ausgeschildert und in den Wanderführern ist er noch direkt am Parkplatz eingezeichnet. So beobachteten wir am Nachmittag viele verwirrte Menschen.

Auf unserem restlichen Weg mussten wir vor allem den Kröten ausweichen. Anfangs freuten wir uns über eine Kröte, die über den Weg hüpfte. Wir hielten ganz still und versuchten sie nicht zu erschrecken. Ca. 100 Meter weiter begann dann ein Krötenslalom. Sie waren wirklich ÜBERALL. Sie sprangen an einen an die Beine, sie hüpften nicht aus dem Weg.

Zum Fotos machen ideal. Die Kröten waren übrigens Erdkröten, die laut dem Nabu überall in Europa vorkommen und weit verbreitet sind. Allerdings stehen die Erdkrötis unter besonderem Schutz. Vor allem sterben viele wegen des Überquerens von Straßen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das gefährlich ist: Da die Kröten nicht ausweichen, einfach erstarren und abwarten.

Während M noch an seinen Krötenfotos werkelte, beobachtete ich dann Kormorane beim Fischen, Bachstelzen und vor allem viele nackte Wanderer. Denn ja, hier lief auch der Naturistenstieg entlang – Deutschlands erster Nacktwanderweg.

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