Update von Zuhause

Das Wetter ändert sich von regnerisch bei +9 Grad, zu Eisregen bei +2 Grad. Die nächsten Tage soll der Winter wieder durchgreifen. Minusgrade, Eisregen und Schnee. Alleine schon durch die Wetterverhältnisse, ist es drin wohl gerade am sichersten. Und dann ist da auch immer noch die Pandemie, die einen irgendwie recht isoliert zu Hause zurück lässt. Deswegen gibt’s ein kurzes Update von Zuhause. Ein Lockdown-Winter-Update.

Auf unserem Balkon hat sich richtig was getan. Wachsen tut da noch immer nichts, ist ja erst Februar, aber dafür haben die Vögel die Futterstelle und die Meisenknödel gefunden. Amsel und Amselrich besuchen uns jeden Tag – schimpfen viel und haben definitiv das Zepter in der Hand. Blau- und Kohlmeise trauen sich nur her, wenn keiner der Amseln lauert. Oder sie gehen an den Meisenknödel. Nur das Rotkehlchen haben wir mit der Futterumstellung wohl vergrault. Seitdem es keine Nüsschen und Haferflocken mehr gibt, lässt es sich nicht mehr blicken.

Aktuell stehe ich ziemlich viel am Fenster. Trinke Tee und beobachte hauptsächlich die Nachbarn. Gegenüber haben die nämlich neuerdings einen Kamin und ich bin ziemlich neidisch, aber auch sehr beruhigt, wenn ich den Flammen zuschauen kann – aus sicherer Entfernung. Bei meinen regelmäßigen „Aus-Dem-Fenster-Gucken-Hobby“ wurde dann dieser Freund hier beobachtet. Gehört haben wir ihn schon öfter, gesehen noch nie. Er nutzte die Dachterrasse des Nachbarn, um auf Nahrungssuche zu gehen.

Letzte Woche habe ich mich nach langer Zeit mal wieder kurz (natürlich nur mit offener Terrassentür und Maske) zu meinen Eltern getraut. Eigentlich, um die Wacholderdrosseln in der Esche zu fotografieren. Wenn diese Raubkatze hier jedoch in der Nähe ist, dann ist kein Vogel zu sehen.

Dann gibt es ja auch noch die Schreibmaschine von meinem Papa, die ich mir leihen durfte und auf der ich fleißig Briefe oder eine Art Tagebuch tacker. Das Geräusch beruhigt mich ungemein. Außerdem muss man so bewusst schreiben, denn das Korrekturband ist leer. Farbbänder waren auch schon leer, aber die habe ich schon nachbestellt. Die Nachbarn haben sicher auch was davon.

Was ich sonst noch so mache, wenn Wetter und Pandemie nicht aufhören blöd zu sein? Routinen schaffen. Ich mache z.B. seit zwei Wochen jeden Abend noch ein kurzes Workout, ob Yoga oder nur Dehnübungen. Beides ist schon zu einem festen Bestandteil geworden. Und ich kann euch sagen: Der Schweinehund zu Beginn war schon ziemlich groß. Außerdem lerne ich wieder jeden Tag ein bisschen Französisch und wann immer die Motivation da ist, auch für die Prüfung. Französisch macht allerdings irgendwie mehr Spaß.

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