Gefiederte Freunde

Nachdem die Wasservögel als so nettes Motiv für Bilder hergehalten hatten, wage ich mich nun immer mehr an die Singvögel und Gartenvögel. Ich habe den kleinen Meisen, Spatzen und co sogar ein teures Paket an Futter bestellt. Extra vom Nabu abgesegnet. Im Januar ist übrigens wieder die Stunde der Wintervögel. Da werde ich fleißig mitzählen. Vielleicht sind bis dahin ja auch ein paar von den kleinen Federbällen auf unserem Balkon gewesen. Bisher halten sie sich sehr fern – wahrscheinlich (und hoffentlich) finden sie gerade noch selbstständig genug Futter.

Vögel lassen sich nicht gerne fotografieren. Sobald jemand in ihre Nähe kommt, wird es schwierig. Einigermaßen neugierig sind die Amseln und Schwarzdrosseln. Die bleiben auch mal ein bisschen länger sitzen und posieren teilweise auch ganz. Außerdem höre ich denen gerne zu, wenn sie ein Liedchen trällern.

Vor allem die Rotkehlchen, Buchfink, Zaunkönige, Spatzen und Meisen sind so hektisch und schnell unterwegs, dass fast jedes Bild verwackelt. Man muss schon viel Geduld oder Glück haben, wenn man nicht das ultra Vogelobjektiv hat, um mal einen zu erwischen.

Zum Vogelfutter haben wir uns vorher noch einmal richtig informiert. Das darf vor nur von Oktober bis März auf den Balkon. Futterstellen müssen so gebaut sein, dass die Vögelchen nicht in den Körnern herumlaufen können. Außerdem sind die altbekannten Meisenknödel mit dem Netz drumherum ziemlich gefährlich.

Vögel begleiten mich schon mein ganzes Leben. Früher saß ich häufig zu Winterzeiten im warmen Wohnzimmer meiner Eltern und freute mich über Dompfaffe, Kohl- und Schwanzmeisen. Wenn ich im Winter mit meinen Eltern über Weihnachten auf Mallorca war, standen wir die halbe Zeit der Wanderung herum und suchten den Himmel mit dem Fernglas nach Mönchsgeiern ab. Storch, Bussard und Reiher werden immer mit lauten Ausrufen begrüßt, wenn man diese durch die Autofensterscheibe während einer Fahrt entdeckte.

Wahrscheinlich war dadurch vorprogrammiert, dass ich jetzt teures, gesundes Vogelfutter für die Wintervögel kaufe. Es war klar, dass ich durch die Wälder, an Hecken vorbei, am See entlang streife und immer die Ohren offen habe, um das trällern, zwitschern, keckern, piepsen, klopfen zu hören.

Habt ihr Vögel im garten? Wie „lockt“ ihr sie an? Was war der coolste Vogel, den ihr bisher entdeckt habt?

6 replies to “Gefiederte Freunde

  1. Vögel zu fotografieren ist wirklich nicht leicht. Besonders kamerascheu sind übrigens auch Elstern: Die gibt es hier reichlich, nur aufs Bild bekomme ich die nicht.
    Mangels eigenem Garten fällt anlocken aus, aber vor unserem Balkon gibt es reichlich Vögel zu beobachten – und auch in den umliegenden Wäldern und Feldern.
    Der coolste Vogel, den ich bisher entdeckt habe war ein Falke, der hier oft seine Runden dreht.

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    1. Jetzt wo du das geschrieben hast, ist mir das auch aufgefallen. Das ich das vorher noch nicht bemerkt habe. Die Elstern sind bei uns auch ziemlich verbreitet, aber auf’s Bild habe ich sie auch noch nicht bekommen.
      Der Falke klingt auf jeden Fall nach einem sehr coolen Vogel – vor allem, wenn er ab und an wiederkommt 🙂

      Gefällt 1 Person

  2. Amseln tut man mit Äpfeln einen großen Gefallen. Wir halbieren sie in der Regel, dann findet man wenig später die leeren Schalen. Und man kann sich fast einreden, ihnen die Dankbarkeit anzusehen. (Den Amseln, nicht den Äpfeln …)
    Sehr cool ist der Sperber, zu dessen Jagdrevier unsere Nachbarschaft zählt. Hier ist er einmal mit Beute
    https://silberpixel.wordpress.com/2019/03/15/ein-huehnchen-zu-rupfen/
    und einmal völlig furchtlos auf der überdachten und von drei Seiten umschlossenen Terrasse
    https://silberpixel.wordpress.com/2018/06/18/2122/
    Und solltest du mal im Raum Ratzeburg sein, dann halte am Nordufer des Sees die Augen offen, dort lebt eine kleine Nandu-Population. Gesehen habe ich sie schon mehrfach, nur ein Tele hatte ich jeweils nicht dabei.

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    1. Den Tipp mit den Äpfel werde ich mir merken und demnächst wieder mal anwenden, danke 🙂

      Boah, die Fotos aus deinem Garten sind ja der Hammer. Solche großen Greifvögel finden wir hier nicht in der Nachbarschaft. Super cool!

      Die Nandus. Die sind sicher spannend und witzig anzusehen. Das behalte ich auch mal im Hinterkopf.

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