Roßkopfturm [Bad Sooden-Allendorf]

Mein Urlaub ist beinahe zu Ende. Ich habe schon lange nicht mehr so viel entspannte Sachen Zuhause gemacht, wie in dieser Woche. Lesen, Dokus über Wälder und Länder schauen, Brettspiele spielen, Herbstputz machen, viel draußen sein und ein bisschen Sport. All das kommt in meinem Arbeitsalltag einfach zu kurz. Und ich merke, wie mir das fehlt. Nach dem Waldausflug in Niedersachsen, ging es ein wenig später noch zum Ausflug nach Ahrenberg bei Bad Sooden-Allendorf.

Hessen hat mich mit seinen Premiumwegen bisher schon des Öfteren verzaubert. Allerdings habe ich den Herbst und Winter eigentlich immer dem Harz vorbehalten. Nun, man kann ja auch mal was aus der Reihe machen. 8 km ging es zum Roßkopfturm auf dem Premiumwanderweg 6. Er hatte sich nach einigen hundert Metern schon gelohnt, weil da eine Weide mit Eseln auftauchte. Alle Eselchen waren so neugierig und so flauschig.

Dann ging es aber wirklich weiter durch den Wald und hoch zum Turm. Auf dem Weg dorthin fanden wir lustige kleine „Äpfel“ an Eichenblättern. Mein Bruder, Pflanzenkenner und Forstmensch, wusste gleich, was es damit auf sich hat. Die kleinen Kugeln werden gebildet, wenn die Gallwespe ihre Larven auf die Eier legt. Die Eiche währt sich quasi und stellt Gerbstoffe her. Schaden richten die Gallwespen übrigens nur ganz geringen bis gar keinen an. Die Eichen erholen sich schnell wieder.

Zu Nadelbäumen wusste ich bisher nicht so viel. Ich kann Laubbäume einigermaßen gut auseinanderhalten, aber Nadelbäume (bis auf Fichten und Tannen) fällt mir schwer. An dem Tag lernte ich auch noch, dass die gelben Nadeln zu den Lärchen gehören. Die einzigen Nadelbäume, die im Winter ihre Nadeln verlieren. Irgendwie sehen sie auch wirklich hübsch aus auf den Fotos.

Dann kamen wir aber oben an dem Roßkopfturm an und mit unseren Schritten auf den Turm zu, kam auch die Sonne raus. Herrlich! Endlich.

Ich bin großer Fan von in der Woche wandern gehen. Warum? Weil kaum jemand unterwegs ist – und das trotz des top Wetters. Aber leider ist das nicht immer drin. Daher war der kleine Ausflug zum Turm noch einmal eine ganz große Besonderheit.

Aussicht genießen. Sonne im Gesicht spüren. Bäumchen bestimmen. Schmetterlinge tanzen sehen. Waschbärspuren entdecken. Es war fast wie eine kleine Waldexpedition.

5 replies to “Roßkopfturm [Bad Sooden-Allendorf]

  1. Hi, ausnahmsweise eine Anmerkung zur Schreibweise, weil du ja selbst davon schreibst, gerafe Bäume bestimmen zu lernen: Die gelb Nadeligen sind Lärchen mit ä. Die mit e fliegen drüber hinweg und zwitschern 😉

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