Smarholmen [Schweden]

Roadtrip Part XI: Linneviken Badplats – Smarholmens Badplats

Monsterkalt. Das ist so ungefähr das, was ich mir an dem Morgen dachte. Aber damit war nicht die Luft gemeint, sondern die Wassertemperatur. Nachdem zwei ältere Damen schon fröhlich geschwommen waren, wollte ich mich ebenfalls noch einmal frisch machen. Es war monsterkalt. Wir verließen den Badplats in Linneviken schnell wieder und machten uns auf den Weg gen Süden.

Kurzer Zwischenstopp beim Boulder, direkt an der Straße. Hier sammelte ich, nachdem ich mich überhaupt überwinden konnte aus dem warmen Auto zu steigen, etliche Zecken. Schwups saß ich wieder ganz schnell im Ernie.

Smarholmens Badplats

Nachdem wir ein wenig durch die Gegend getingelt waren und glücklicherweise beim ersten Parkplatz nicht halten konnten, fanden wir dann unseren idealen Spot.

Da standen wir also – auf einem recht großen Parkplatz, der zur Nachmittagszeit auch ordentlich voll war. Dank eines altem Ehepaares mussten wir Ernie noch einmal umparken. Die ließen sich ihren Meerblick nämlich nicht nehmen. Aber besser hätten wir es hier nicht treffen können. Der Stellplatz war einfach genial. Aus der Heckklappe konnten wir direkt auf’s Wasser schauen.

Weil wir es hier so wunderbar fanden und wir wirklich alles hatten, was unser Herz begehrte, blieben wir zwei Nächte hier stehen. Der Ort schenkte uns an beiden Tagen atemberaubende Sonnenuntergänge, super kaltes, aber erfrischendes Wasser, einen kleinen Spaziergang durch die bunten Wildblumenwiesen und die kleinen, frechen Eichhörnchen.

Foto: M

Joa, dachte ich mir. Nach gestern Abend hätte es doch eigentlich nichts hübscheres mehr geben dürfen. Was für eine Fehlannahme. Jetzt stand ich hier an diesem Meer, mit seiner wunderschönen Aussicht. Ich musste mich nicht mal aus dem Bett bewegen, um zu beobachten, was draußen so los war.

Dann ging die Sonne unter. An Tag eins und an Tag zwei. Beide Tage kraxelten wir draußen herum. Entweder auf den Steinen oder auf dem Hügel nebenan. Überall tobte das Leben. Die Schweden kamen abends erst so richtig in Gang – da wurde noch gepaddelt und geschwommen.

An diesen beiden Abenden machten wir wahrscheinlich die meisten Fotos. Wer konnte es uns verübeln? Es war ein rundum Wohlfühlpaket, was wir irgendwie auf Erinnerungsmomente zusammenschrumpfen mussten. Kleine Bildausschnitte einer wunderbaren Zeit. Gefühle sind nicht auf Bilder zu bannen, aber die kleinen Sequenzen wecken sie trotzdem irgendwie hervor. Sie kitzeln auch das kleinste Gefühl des Wohlbefindens aus den tiefsten Erinnerungen. Lasst uns nochmal nachfühlen. So richtig tief drin.

Foto: M

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