Stockholm [Schweden]

Roadtrip Part VIII: Tyresta Nationalpark – Stockholm

Wir schlichen früh morgens zur Sumpflandschaft. Am Vortag hatten wir bei unserer Wanderung nämlich Spuren entdeckt. Nun hofften wir, dass wir die dazugehörigen Tiere zu Gesicht bekommen würden.

Aber nicht nur Füchse sind schlau. Offensichtlich sind es Biber auch. Sie ließen sich natürlich nicht blicken. Die einzigen Tiere, die wir zur Gesicht bekamen, waren Enten, die sich schnatternd durch die Blaubeeren fraßen.

Als wir zurück zum Auto liefen, entdeckten wir dann aber doch noch ein außergewöhnliches Tier. Zumindest hatte ich diese Tiere bisher selten gesehen. Ein Schwarzspecht flog munter von Baum zu Baum und ließ sich ebenso wenig gern fotografieren wie die Biber.

Stockholm

Zurück bei Ernie ging es dann auch direkt Richtung Stockholm. Da Ernie ein alter Herr mit Diesel-Nahrung ist, war schnell klar, dass wir ihn nicht mit bis in die Stadt reinnehmen konnten. Wir suchten uns etwas abseits einen Parkplatz und fuhren mit der Bahn. 2,50€ kostete das Ticket für eine Fahrt. Innerhalb von 20 Minuten waren wir mittendrin.

Slott

Die erste Sehenswürdigkeit, die mir bewusst unter die Augen kam, war das Schloss. Eigentlich ein gar nicht so imposantes Gebäude, allerdings mitten in der Innenstadt. Bewacht wurde der Kasten auch recht gut. Während unterhalb des Schlosses die Klimademo stattfand, ließ sich der Wachposten nur wenig beirren. Ein bisschen Englandgefühl kam dann doch auf.

Gamla Stan

Die wohl bekannteste Ecke in Stockholm ist die Innenstadt mit ihren kleinen Gässchen und bunten Häusern. Ich hatte Stockholm nie als eine Stadt auf dem Schirm, die ich gerne besuchen wollen würde. Aber nach meinem vier Stunden Tripp hierher, kann ich sie ohne Bedenken weiterempfehlen.

Da auch hier Corona irgendwie präsent war, wenn auch weniger als bei uns in Deutschland, waren die Straßen sicher verhältnismäßig leer. Für uns stand auch ziemlich schnell fest, dass wir eigentlich nur einen Eindruck von der Stadt gewinnen wollten, evtl. was essen und sonst nur ein bisschen durch die Straßen bummeln.

Das zogen wir dann auch so durch. Letztendlich hielten wir uns nur kurz am Schloss auf, um dann in die Altstadt weiterzuziehen. Wo wir dann auch nur die kleinen bunten Gassen durchliefen, über die bunten Häuser und süßen Läden staunten, Postkarten kauften und in einem vegetarischen Restaurant aßen. Unser Besuch endete auf einer der vielen Brücken mit Blick auf Gamla Stan. Hier fotografierte M die vorbeifahrenden Radfahrer, während ich meine Postkarten schrieb.

Es ist hübsch hier. Die Stadt ist anders, als andere Großstädte. Eigentlich hatte ich im Vorfeld die Idee gehabt, ein Fahrrad zu leihen und die Stadt so zu erkunden. Zu Fuß durch die Altstadt zu ziehen ist aber wesentlich entspannter. Und wenn man sich vorher schon einig ist, was man sehen will und was evtl. außen vor bleiben kann, dann sind die Füße auf jeden Fall die beste Wahl. Vor allem, weil man dann doch noch einmal schneller in die unzähligen Läden hineinhuschen kann, um sich die schwedischen Leckereien zu kaufen.

Stellplatz

Irgendwo im Nirgendwo. Wir waren uns gar nicht sicher, wo wir hier eigentlich waren. Eine winzig kleine Straße führte uns an einen See. Wir wussten nur, dass wir aus dem Gebiet Stockholm wieder herauswollten, um die Nacht noch einmal zwischen zu parken. Die Westküste wartete auf uns.

Auf diesem Stellplatz hier mitten auf einem Seeparkplatz waren wir wirklich ganz für uns. Während M noch einmal schnell Erfrischung im See suchte, las ich gemütlich mein Buch weiter.

Beim Abendessen am Bus sahen wir dann plötzlich die kleinen Füchse auf dem Feld. Sie sonnten sich in der untergehenden Sonne, tollten über die Felder und ließen sich nicht so richtig gerne fotografieren.

Foto: M

Der Sonnenuntergang verzauberte uns dann auch noch einmal. Obwohl kein Wasser in der Nähe, sah die Sonne auch hier wunderschön aus, als sie langsam hinter den Baumkronen verschwand. Wir hatten Glück, dass wir nachts kurz wach wurden. So einen Sternenhimmel mit einer so deutlichen Milchstraße hatte ich lange nicht mehr gesehen. Im Nachhinein bereue ich es, dass ich nicht länger wach geblieben bin. Die Müdigkeit hatte mich aber noch fest im Griff.

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