Kreatives Köpfchen

Wenn ich abends auf meinem Balkon sitze, kann ich beobachten wie die Schwalben zwischen den Häusern fangen spielen. Sie jagen einander mit tosendem Gekreische. Dann verschwinden sie hinter der nächsten Häuserfront, nur um einige Minuten später wieder in der Straße ihre Kreise zu drehen. Schwalben bedeuten Sommer. Ich beobachte aber nicht nur die Vögel, die ihre Bahnen ziehen, sondern auch die Insekten auf unserem Balkon. Die Holzbiene, die Mauerbienen, die Hummeln, manchmal Wespen.

In meiner alten Wohnung habe ich abends häufig am Fenster gestanden. Das Licht in meinen Zimmern aus, draußen den Gesprächen gelauscht und die Menschen beobachtet. Gestern habe ich das zum ersten Mal auch in der neuen Wohnung getan. Hier ist lang nicht so viel los wie in meiner alten Straße. Wenn ich aber am Fenster stehe, die Luft draußen mild ist und die Lichter in den Häusern an sind, dann werde ich ruhiger. Ich überlege dann, was die Leute so machen. Schaue den Radfahrern zu, wie sie über die Kopfsteinpflaster poltern. Das Flackern des Fernsehers im Haus gegenüber. Zwei Leute auf dem Balkon, Geschirr klappern. Wenn ich das Fenster dann wieder schließe, dann weiß ich, dass sich die Welt weiterdreht.

In manchen solcher Momente, werde ich kreativ. Insofern ich behaupten kann, kreativ zu sein. Manche Themen der Blogeinträge habe ich durch die Gedanken am Fenster im Kopf gehabt. Die Idee der Monatsprojekte im letzten Jahr sind beim Rausschauen entstanden. Und vielleicht war es auch gestern wieder so. In meinem Kopf schwirren etliche Ideen für neue Projekte herum. Sie wollen geprüft werden, ausprobiert werden und umgesetzt werden. Da ich das Gefühl habe, dass solche Projekte hier (Wurmkiste, plastikfrei, etc.) untergehen, möchte ich sie immer up to date halten. Vielleicht wird es deswegen bald eine extra Seite geben, auf der die aktuellen Projekte in der Übersicht zu finden sind. Wann habe ich damit angefangen, wie lief’s, was bringt’s, wann wurde es beendet, was steht noch an?

Projekte sind immer auch Herzensangelegenheiten. Da steckt viel Arbeit drin – ob Zeit, Geld, Kopf, Kreativität, Mut, Körper, und und und.
Habt ihr Projekte, die ihr unbedingt schon einmal angehen wolltet, euch aber bisher noch irgendetwas daran gehindert hat?
Habt ihr Vorschläge für mich? Gab’s mal welche, die ihr weiterempfehlen könnt?
Oder ist das vielleicht sogar alles Humbug?

9 replies to “Kreatives Köpfchen

  1. Deiner Beschreibung nach (Gekreische) sind es eher Mauersegler, die um die Häuser sausen, oder ? 😉
    Ich hatte mich ja schon vor langer Zeit entschieden, zwei Blogs zu führen, den einen für „Berichte“ und den anderen für meine Fotos. Mitunter vermischt sich das aber, weil ich mich nicht entscheiden kann, auf welchem Blog ich das bringe … So ging es mir z.B. mit den Bildern des letzten Super-Mondes… Ich wußte nicht, ob das eher etwas für den Bilderblog oder den anderen geeignet ist 😉

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag,
    LG Bärlinerin

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    1. Oh, das könnte sein. Aber sind Schwalben nicht die kleineren? Dann sind es glaub ich doch eher die Schwalben 🙂

      Ach ja, das kann ich mir vorstellen. Beides unter einen Hut zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Aber egal wohin du die Bilder/Berichte so tust-sie sind doch immer sehr nett!

      Liebe Grüße und dir auch noch einen schönen Restsonntag

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  2. Nichts von dem, was in Deinem Kopf geistert, ist Humbug. –

    Ja, leider stehe ich so einigen Projekten selbst im Wege, vor allem einem/zweien, die das Schreiben betreffen.

    Ich denke, ich bin insoweit mal kein wirklicher Inspirator.

    Eine kleine Verrücktheit (die man aber nicht als Projekt bezeichen kann) ist, dass ich es tatsächlich durchgezogen habe, 5 Marienkäfer über den Winter zu bringen. Die hatten sich irgendwie in unserer Wohnung „verschanzt“ – ich habe sie dann in mein Arbeitszimmer zu einer Festerbank mit Pflanze gebracht und sie dort über Wochen gefüttert (mit Honig und Wassertröpfchen – ich hatte mir angelesen, dass das möglich ist) Hat prima funktioniert, ich konnte sie oft bei der Nahrungsaufnahme beobachten. Mitte April habe ich sie alle in die Frühlingsfreiheit entlassen …

    Liebste Grüße an Dich! 💚🌷

    ( Nicht wegen eine großen Dankesarie fsage ich nach, sondern eher weil ich Sorge habe, dass mein Geburtstagsgruß mit Ständchen im Spam Deiner Mails gelandet ist … – Ist mein Gruß seinerzeit bei Dir angekommen?)

    Gefällt 3 Personen

    1. Schreiben als Projekt finde ich auch am aller schwierigsten. Da gibt es häufig so viele Blockaden. :/

      Wie schön! Das ist ein super Projekt, auch wenn nicht richtig als Projekt von dir angesehen. Das gefällt mir sehr und umso mehr, dass du es geschafft hast. 🙂

      Ich habe sie bekommen! Vielen Dank. Habe auch neulich schon angefangen zu antworten, aber leider noch nicht geschafft, sie abzuschicken. Das folgt 🙂

      Ganz liebe Grüße!!

      Gefällt 1 Person

      1. Du schreibst wirklich sehr gut.
        Du hast wirklich Talent dafür.
        Ich bin Autorin, Verlegerin und Lehrerin. Ich weiss es , wenn jemand es kann. Sehr viele Autoren können es nicht. Du hingegen bist wirklich gut drin.
        Blockaden haben wir alle. Das gehört dazu. Aber du kannst sehr eindrucksvoll, sanf und liebevoll erzählen. Das können nicht viele.

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