Ruhe und Wellen [Damp]

Letztes Wochenende war ich nach langer Zeit wieder am Meer. Jedes Mal frage ich mich, wie es kommt, dass ich immer wieder so lange Zeit vergehen lasse, bis ich wieder am Strand stehe und die Wellen beobachte. Sobald ich dann dort stehe, ob barfuß oder mit Gummistiefeln, ist alles gut. Ich bin angekommen – es fühlt sich wie ankommen an.

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Am Tag der deutschen Einheit ging es dann nach Damp. Wir schafften es sogar fast ohne Stau bis zu diesem kleinen Ort am Meer. In Damp war ich vorher noch nie. Unsere erstes Erlebnis hier war eher verwirrend. Wir fuhren ahnungslos durch die Straße Richtung Funhalla. In eine Sackgasse hinein. Beim Rausfahren wurde unser Kennzeichen auf einer Tafel angezeigt, dort wurde darum gebeten jetzt zu zahlen. Wir ignorierten dies gekonnt.

Im Endeffekt hatten wir letztendlich 2,5 Tage, an denen wir uns umschauen konnten. Es endete in ausgiebigen Frühstücken und Strandspaziergängen. Jeden Tag schwappten die Wellen höher um meine Beine. Ich hatte vorgesorgt und war mit Gummistiefeln unterwegs – allerdings wurden meine Beine und Füße trotzdem jedes Mal nass. Die Wellen spielten ihr eigenes Spiel und klatschten überraschend wild an den Stiefeln hoch. Es läuft sich toll mit nassen Füßen.

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Ob man aus Damp Linkerhand oder Rechterhand raus geht, ist ähnlich schön. Entweder endet der Strand im Naturschutzgebiet mit weiten Wiesen, auf denen die Kühe grasen und die Wasservögel sowie Zugvögel rasten und nisten. Ist man in der anderen Richtung unterwegs, endet der Strand sehr schnell, es führt ein breiter Weg auf gerader Strecke raus aus dem Ort. Links das tobende Meer mit unglaublichen schönen Wolkenbildern und rechts Wiesen.

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In der Mitte von Deutschland gibt es niemals so ein Wetter wie in Norddeutschland. Der Wind ist anders, der Regen ist anders, das Wetter an sich ändert sich viel schneller. Manchmal finde ich es sogar schade, dass ich in meiner Heimat so wenig zum Mützen, Gummistiefel und Windbreaker tragen komme. Dicke Pullis sind hier Standard. Wäre ich hier oben zuhause, wäre ich viel mehr mit Brett im Wasser und mit Segel im Wind.

Lie

  • Es sich gut gehen lassen.
  • Wolken und Meer gucken.
  • Strandspaziergänge.
  • Heißen Tee zum aufwärmen.
  • Mit Schal, Mütze und dicken Pullis gegen den Wind.

6 replies to “Ruhe und Wellen [Damp]

  1. Das mit dem „Sich-angekommen-fühlen“-Gefühl kenne ich selbst auch. Ich habe an der Nordseeküste auf Sylt immer das Gefühl, ich könnte dort besser atmen, leichter Luft holen. Das fühl sich dann für mich so an, als würde all der Alltagsballast von mir abfallen. Und die Nordseeluft ist ja auch erwiesenermaßen besser als die in der Großstadt. Stichwort: Reizklima.

    Damp kenne ich zwar auch, aber es ist ewig her, dass ich mal dort war. Bestimmt schon über 20 Jahre. Schön, dass es dir dort so gut gefallen hat. Ich hätte übrigens gern ein Bild deiner wasserumspülten Gummistiefel gesehen. 😉

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