Yoho National Park

Roadtrip Part V: Von Banff über den Yoho National Park nach Vernon (495 km)

Mit schwerem Herzen verließen wir das Hostel nach einem Frühstück im Buffalo Moutain Cafe. Wir waren zurück auf der Straße! Nach den paar Tagen Auszeit an einem festen Ort, ging es wieder auf eine Langstreckenfahrt. Im Auto zu sitzen und zu schauen, was einen so erwartet, kann etwas ungemein entspannendes haben. Vor allem dann, wenn man jemanden dabei hat, den man wirklich gerne hat. Wir hörten unsere Kanada Playlist hoch und runter und ließen uns bis in den Yoho National Park treiben.

Spiral Tunnels

Zu allererst kamen wir an dem Punkt an, an dem wir noch einmal auf ganz andere Art und Weise ins Staunen gerieten. Die Spiral Tunnels sind zwei Tunnel der transkanadischen Eisenbahnstrecke. Eigentlich sah man gar nicht so viel davon. Im Grunde lag ein Wald vor uns, in dem wir erst einmal nach dem kleinen Tunneleingang suchen mussten. Hier am Viewpoint lassen sich die Züge in ihrer ganzen Länge betrachten und das ist das wirklich bemerkenswerte. Sie schlängeln sich durch die Kurven und in den Tunnel hinein und schienen kein Ende zu nehmen.

spiraltunnels
Guckste hier, siehste nichts.

Takakkaw Wasserfall

Wir folgten einer einknickenden Straße, die uns eigentlich nur zu den sich beiden treffenden Flüssen führen sollte. Fast wie in Deutschland. Der Yoho River und der Kicking Horse River wurden zu einem. Wie romantisch. Besonders viel sehen konnte man von diesem kleinen Parkplatz aus jedoch nicht. Wasser halt. Die Straße führte dann aber doch noch zu einer Aussicht, die sich lohnte.

takkawakka
Groß, größer, Takakkaw.

Was uns hier erwarten würde, als wir das Schild mit Richtungsweisung sahen, konnten wir nicht ahnen. Für Wasserfälle waren wir aber immer zu haben. Auch dieser lohnte sich und war wohl einer der größten und imposantesten, die wir bis dato gesehen hatten. Ich weiß nicht, wie Kanada das macht, aber immer wenn man denkt es ginge nicht noch größer/schöner/weiter, dann packte dieses Land sein Ass im Ärmel aus. Neben diesen Wassermassen fühlte ich mich unglaublich klein. Noch kleiner als eh schon. Es toste und ich musste mir die Kapuze überziehen, um nicht nass zu werden. Das waren Naturgewalten!

Natural Bridge

Ein ganzes Stück weiter auf der Hauptstraße, wieder Richtung Kamloops, fanden wir dann die natürliche Brücke. Auch hier konnte man einfach nur stehen und schauen. Die Sonne blendete im Wasser, alles erschien wunderbar hell und strahlend. Um die Natur zu schützen, hatten die Kanadier die „Brücke“ abgesperrt. Richtig so, wie ich finde. Auch von der von Menschen erbauten Brücke hatte man einen tollen Blick auf die Steine.

natural
Betreten nicht gestattet.

Emerald Lake

Den Yoho National Park hatte ich im ersten Moment gar nicht so auf dem Schirm, muss ich gestehen. Zu Unrecht. Denn alle Stopps, die wir hier einlegten, waren wirklich wunderschöne Orte. Plus, es kam mir gar nicht so überfüllt vor – allerdings waren wir auch mal wieder früh dran. Meine Meinung änderte ich dann spätestens am Emerald Lake. Wir ergatterten gerade so einen Parkplatz mitten an der Straße und liefen zum See. Es war voll hier, aber auch das war kein Wunder.

emerald
Stehen und stehen lassen, bitte.

Wäre hier nicht so ein Trubel gewesen, hätte ich hier ewig stehen bleiben können. Ja, ewig. Oder zumindest nicht stehen bleiben, aber ich hätte meinen Bruder zu einer Wanderung am Ufer entlang überredet. Vielleicht hätten wir uns sogar noch einmal ein Kanu geliehen. Doch nicht nur die Menschen schreckten uns ab, auch die Zeit setzte uns unter Druck. Bis nach Vernon sollten es insgesamt gute 5 Stunden Fahrt sein.

Vernon

In Vernon freuten wir uns über ein nettes Hotel (mal ausnahmsweise kein Hostel) mit Indoorpool, den wir auch direkt nutzten. Wir freuten uns ebenso über ein weiches Bett, und eine eigene Dusche. Da wir die letzten Tage in den National Parks keinerlei Fernsehen hatten und somit die Nachrichten nicht verfolgen konnten, bekamen wir jetzt erst von den drei Morden (zwei Touristen und ein Professor) am Highway mit, und den, zu dem Zeitpunkt noch vermissten jungen Männern. Wie sich dann ein paar Tage später herausstellte, war das der Start zu einer landesweiten Suche der beiden Männer. Letztendlich wurden sie verdächtigt die drei Morde begangen zu haben und wurden Anfang August 3000 km entfernt vom Tatort tot aufgefunden.

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