Sintra Teil 2 [Lissabon Tag 2]

Villa Sassetti 

Erst immer nur bergauf, bergauf, bergauf. Um in die Altstadt zurück zu gelangen, geht es dann nur noch bergab. Immer weiter runter. Den Weg bis in die Inntenstadt vom Palacio Nacional da Pena läuft man ca. 20 Minuten. Öfter blieb ich da auch mal stehen, denn der Weg schlängelt sich so durch die Botanik und an jeder kleinen Kurve gibt es etwas zu entdecken: Zu Beginn die Felswände, die sich hervorragend als Klettergebiet eignen und etwas weiter unten die Flora und Fauna des Landes inklusive Bananenstauden und Callas. Mittendrin steht man dann plötzlich vor der Villa Sassetti.

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Die Innenstadt verzückt durch ihre kleinen Gassen und die ausgefallenen Gebäude. Aber Achtung, wer hier günstig Essen gehen will, der hat schon verloren. Sintra ist ein Touristen-Hotspot hoch 10 und dementsprechend sind auch die Essenspreise in den einzelnen Restaurants.

Quinta da Regaleira

Nach einer überteuerten Stärkung ging es für uns dann weiter zum nächsten Highlight. Wieder zu Fuß, da man aus der Innenstadt problemlos zur Quinta da Regaleira kommt. Mit dem Touristenstrom ließen wir uns bis zur Kasse treiben. Wieder 8€ Eintritt. Sobald wir das Gelände betraten wurde klar, dass der Park groß genug für alle war. Man stand sich zumindest nicht auf den Füßen herum. Unser erster Ziel war eigentlich gar kein Ziel. Ohne große Ahnung und Plan falteten wir die Karte auseinander und liefen einfach drauf los. Zum Glück, denn der Park beherbergt wahre Schätze.

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Neben den einzelnen kleinen Attraktionen, wie zum Beispiel der umgedrehte Turm (auch Initations-Brunnen) oder die Grotten, befanden sich auf dem Gelände nämlich uralte knorrige Bäume. Das strahlende Grün an den Ästen und dahinter der blaue Himmel waren für mich häufig viel spannender, als die kleinen Aussichten von den überfüllten Türmchen aus.

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Den Initations-Brunnen hatte ich als Fotomotiv schon im Vorfeld begutachtet und so fiel der Entschluss überhaupt hierher zu kommen. Dafür stand ich dann auch gut und gerne mal ein paar Minuten an. Umso cooler fand ich dann den Blick in die Tiefe des Brunnens hinein. Er wirkte wirklich ein umgedrehter Turm. Mir war nicht zu viel versprochen worden. Die ganzen Treppen lief ich hinunter, stelle mich hin die Mitte des Brunnens und schaute in die Helligkeit nach oben. Der Weg nach draußen führte durch die Grotten und am Wasserfall vorbei.

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Palacio de Monserrate 

Die Beinen wurden immer schwerer. Nach einer kleinen Verschnaufpause und einem Eis machten wir uns auf den Weg (dieses Mal mit dem Bus) zum Palacio de Monserrate. Zum Glück hatte ich mich von JH noch überreden lassen auch hier wieder 8€ Eintritt zu bezahlen, denn der Palast und der umliegende Park konnten sich wirklich sehen lassen. Außerdem war der Besucheransturm hier nun wirklich nicht so hoch (oder am späten Nachmittag vielleicht auch einfach wieder abgeebbt). Im Palast fühlte man sich überhaupt nicht wie in Portugal – eher wie in einem noch ferneren Land. Vielleicht ein bisschen wie in der Geschichte von Aladin.

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Doch nicht nur der Palast verzauberte mich. Vor allem auch der Park, denn hier gab es riesige Bäume, uralte Bäume. Knorrig, verwurzelt oder einfach sehr, sehr hoch. Auch hier fanden wir Wasserspiele: Teiche, Bäche und Wasserfälle. Dann plötzlich standen wir im Farnengarten und ein Stück weiter vor einer alten Kirchenruine, die mit Pflanzen so bewachsen war, dass es wirklich so aussah, als wäre die Natur hier Herrscher über alles. Ich fühlte mich wie im Dschungelbuch, hatte sofort Balus Lied im Ohr und wartete darauf, dass die Affenkönige von Ast zu Ast schwingen würden.

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Nichts dergleichen geschah. Also raus aus dem Park, rein in den Bus, raus aus dem Bus, rein in den Zug. Hier konnte sogar ein Sitzplatz ergattert werden. Meine Beine hassten mich für die ganzen bergigen Strecken an diesem Tag.

Lie

  • In ganz verschiedene Welten abtauchen.
  • Erkundungstour vom Feinsten.
  • Sich auch mal überreden lassen und glücklich darüber sein.
  • Sommerfeeling.
  • Alte Gemäuer und uralte Bäume bestaunen.

Alle weiteren Beiträge zu Lissabon:
Wundertüte [Lissabon, Tag 1]
Sintra [Teil 1]
Flusswunder Tejo [Lissabon, Tag 3]

9 replies to “Sintra Teil 2 [Lissabon Tag 2]

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