Ruhrpott-Tage

Dieses Wochenende begann für mich schon am Donnerstagnachmittag. Wie könnte es anders sein: Mit einer Zugfahrt. Es war so voller Gegensätze. Donnerstag bis Samstag war alles extrem laut, viele große Städte und tausend Menschen. Hektik und gleichzeitig viel Gemütlichkeit. Während ich also gerade dem BVB beim 4:1 Sieg gegen Leipzig zusah, dachte ich an meine Tage im Ruhrpott zurück.

Ich habe nicht ein einziges Foto gemacht. Wie das kam? Ganz einfach: Ich war größtenteils in Wanne-Eickel. Ist jetzt nicht der schönste Fleck des Potts, aber gemütlich, weil ich viel mit meinen Freunden auf dem Sofa saß und es mir einfach gut gehen ließ. Natürlich waren wir auch unterwegs. Zumindest ein bisschen.

Kemnader See

Zum Beispiel habe ich es mal an die Kemnade geschafft. Nach 10 Jahren, in denen es mich immer wieder zurück in den Pott zog, war ich kein einziges Mal dort. Hatte es mir aber immer vorgenommen. Nun kann ich endlich mitreden. Ja, der See ist wirklich nett, da ist viel los. Es gibt sogar ziemlich coole Strandbars und weite Wege zum Joggen oder Inliner fahren. Ich schätze man kann laufen, laufen, laufen. Aber ich bekam nur einen 30 Min. Einblick, bevor es weiter nach Bochum ging.

Bochum 

Bochum, ich komm aus dir, hörte ich Herbert in meinem Kopf singen und sah die Stadt gleich mit ganz anderen Augen. In Bochum war ich tatsächlich schon ein bis zweimal gewesen. Mir blieb sogar ein bisschen Orientierungssinn dadurch. Um unsere Zeit gut zu nutzen, tranken wir erstmal einen Kaffee in der Innenstadt, bevor wir weiter durch den Park schlenderten und ich meine Begleiter auf ihre Pflanzenkunde prüfte. „Eichelbaum“ ließ ich dabei gelten. Abends fläzten wir uns in weiche Sessel und schauten im Planetarium die Wunder unseres Kosmos an. Meine Sehnsucht nach sternenklaren Nächten mit möglichst wenig künstlichen Licht wuchs enorm.

Dortmund

Weil Wanne-Eickel einfach zu nah an Gelsenkirchen liegt, ging es dann doch noch nach Dortmund. Meine zweite Heimat. Schlendern über den Westenhellweg oder zumindest ein Versuch des Schlenderns. Samstags ist die Stadt einfach zu voll. Um mich von der gestrigen physischen Schalkenähe zu erholen, besuchten wir dann auch direkt noch mal den BVB Fanshop. Muss. Marktbummelei und Käffchen waren selbstverständlich auch noch drin. Allerdings war der Tag eigentlich viel zu kurz, denn am späten Nachmittag ging es dann wieder heimwärts. Da, von wo ich weg komme.

4 replies to “Ruhrpott-Tage

  1. Tolle Tour…. Wanne- Eickel, das hat doch was. Ich war da mal im alten Teil von Wanne, eine ehemalige Brauerei, die noch’n Restaurant beherbergt. Und inzwischen mache ich da gelegentlich einen Zwischenstopp in W.-E., weil ich da ’nen Supermarkt weiß, der spät noch offen hat. 🙂

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    1. Schön ist es im Ruhrpott ja nirgends auf den ersten Blick. Man kann es oft nicht sehen, sondern spürt es höchstens. Aber einen gewissen Charme gibt’s da wohl fast überall.

      Jetzt habe ich mir so fest vorgenommen gehabt, Ausschau nach guten Schnappschüssen zu halten… Und dann habe ich nicht einmal ein einziges Foto gemacht. :/

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      1. Und dieser gewisse Charme macht es auch aus, finde ich. Selbst dort, wo man ungern selbst wohnen wollte 🙂

        Schade mit den Fotos, aber es gibt ja bestimmt bald die nächste Chance, oder? Ich fahre am Sonntag nur „durch“, bin in Köln.

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