Get ready again!

Da ist es wieder: Das Problem mit dem Koffer. Jedes Jahr aufs Neue wird er kleiner und kleiner. Als würde eine Hexe in meiner Zimmerecke sitzen, gehässig lachen und den Schrumpfzauberspruch aufsagen. Dieses Jahr bin ich so unorganisiert wie nie zuvor. Eigentlich ganz untypisch für mich, wo ich doch sonst immer alles durchdenke und plane. Meist schon 5 Wochen vorher eine Packliste schreibe und dann 2 Wochen vorher die ersten Hosen im Köfferchen liegen habe.

Amerika, Amerika. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Nachdem wir letztes Mal in New York die unbeschreibliche Größe der Metropole entdeckt und dann in der Sonne des Sunshine States Florida unser Leben genossen haben, geht es nun diesmal an die Westküste. California! Here we come.

Schwimmen werden wir nicht können, dafür starten wir bei warmen Temperaturen für vier Tage in Los Angeles unseren Trip. Das Hostel-Leben hat mir bisher nicht gefehlt, aber wer weiß, wie es dort so wird. Mit dem Mietwagen werden wir vier Tage den Pazific Coast Highway hochdüsen und hoffentlich atemberaubende Landschaften entdecken können. Dann geht’s für zwei Nächte und bei eisiger Kälte (aktuell nachts -5 Grad) in den Yosemite National Park. Statt Haien gibt’s diesmal also Bären. Das Kletterparadies überhaupt, mit dem mächtigen El Capitan. Und ich kann nicht klettern gehen. Das dämpft meine Euphorie aber nur minimal. Haben wir dann die Kälte überstanden, geht’s zur Endstation: San Francisco für weitere vier Tage.

Klingt toll. Die Vorfreude wächst auch langsam. Selbst die Vorstellung wird immer realer. Trotzdem schwingt bei mir zurzeit auch der ganze Stress mit. Ich bin urlaubsreif. Absolut. In der Arbeit behandle ich, ganz zur Freude der Ärzte, die Patienten momentan alleine. Das schon seit Wochen. Manchmal ist es so viel, dass ich nicht weiß, wo ich anfangen soll. Jeden Tag liegt mir wer anderes in den Ohren. Zusätzlich dazu, frage ich mich, wie mein beruflicher Gang eigentlich weitergehen wird. Es fallen tausend Kleinigkeiten an, die nach der Arbeit noch erledigt werden müssen: Ummelden, Bewerbungen schreiben, Einkaufen, etc.

Dieses eine Mal habe ich ein schlechtes Gewissen, dieses Schlachtfeld einfach so zu verlassen. Obwohl ich das bis jetzt ja immer gerne tat. Einfach weg, können die anderen sich drum kümmern. Das schlechte Gewissen bleibt. Aber ich denke, nur so lange, bis ich im Flieger sitze und andere Sorgen habe. Zum Beispiel 15 Stunden Reisezeit sowie Mietwagen fahren nach 15 Stunden Reisezeit. Und was ist, wenn der Einreise-Mensch mich wieder nach Hause schickt, weil mein Esta-Visum gegen jede Normalität doch nur ein Jahr gültig war? Oder die Sorge, ob der Koffer auch wirklich ankommt. Denn so ein Koffer ist ja doch die Schatzkiste des Urlaubes.

Ihr merkt, entspannter wird es nicht – Nur abenteuerreicher und ein Tucken fremder. Vielleicht ist das genau das, was ich jetzt brauche. Wir werden uns hoffentlich nach Pfingsten wiederlesen. Bis dahin! Habt eine schöne Zeit!

10 replies to “Get ready again!

  1. Vom Koffer nicht ankommen kann dir mein Papa ein Lied singen. Erst dann in langer Hose in der Hitze rumlaufen, dann das nötigste vor Ort nachkaufen und am letzten Urlaubstag kommt dann auch mal der Koffer hinterher, nachdem er zuvor eine Weltreise gemacht hat 😀

    Aber jetzt schalt du erst mal den Kopf ab und genieße die Zeit. Es wird alles gut werden und das schlechte Gewissen dankt dir am Ende eh keiner. Amerika und hammer Tage warten auf dich! (:

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    1. Da hatte ich wirklich, wirklich Angst vor. Gerade, wenn man nicht lange an einem Ort ist und der Koffer dann viel später kommt, hat man großes Pech. Bei uns ist aber alles gut gegangen-zum Glück 🙂

      Danke dir vielmals! (:

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  2. Ich wünsche Dir einen ganz doll erholsamen Urlaub mit nur schönen Abenteuern, Eindrücken und Erlebnissen, mit gaaanz vielen davon!

    Meine schönsten Grüße und aufrichtig guten Wünsche sollen Dir Begleitung sein.

    Bis zum Wiederlesen, liebe Ines!

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