Eine Freundin von mir hat auf ihrer Routsetterkiste den Sticker kleben: Gedanken sind wie Nudeln. Man macht sich immer zu viele davon. Das kann ich gerade sehr fühlen. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bin ich nachts ziemlich häufig wach gewesen. Donnerstagabend lag ich auf dem Sofa und konnt mich kaum auf die Serie konzentrieren. Gestern war ich ziemlich abgelenkt, aber heute habe ich mindestens 20x immer wieder den gleichen Satz im Buch gelesen, ohne zu lesen. Meine Gedanken sind bei organisatorischen Dingen. Der Umzug mit der Praxis. Das neue Jahr. Mental Load, der nicht ausbleibt. Sogar bei den Patient:innen, obwohl ich sonst meine Arbeit sehr gut in der Praxis liegen lassen kann.
Umso schöner ist es Dinge zu planen, die anstehen. Morgen die Lesung über Rabenvögel. Ein Glühwein-Punsch-Abend bei uns auf dem Hof mit gemütlichem Lagerfeuer. Plätzchen backen mit den Mädels. Rausfahren, dahin wo die Sonne scheint. (Denn der Nebel ist am See angekommen und ich kriege nach zwei Tagen schon einen Nebelkollaps.) Das Wochenende in Hamburg mit Freunden, die ich lange nicht gesehen habe. Die Tage vor Weihnachten, wenn ich in die Heimat fahre, um meine Familie und meine Freunde zu treffen. Dann ein Urlaub in Frankreich an Weihnachten und Silvester, wenn alles gut geht. Und für 2027 haben wir heute eine Ferienwohnung für das Bird Race im Mai gebucht.
Ich bin guter Dinge, dass die Nudeln im Kopf auch alle gegessen werden. Man muss ihnen nur mit Geduld und positiven Events begegnen. Mit kleinen Freuden im Alltag, z.B. wenn ich Post bekomme und dort ein selbstgemachtes Lesezeichen von T. drin ist. Auch wenn es heute immer auf der gleichen Seite des Buches heftete, wärmte es mir dolle das Herz.
