Alleine unter Vögeln

Mitte Oktober. Wie jedes Jahr beginnt sich der Nebel am See auszubreiten. Das wird unser Wetterzustand für die nächsten drei Monate sein. Am Anfang ist es noch nett. Man liegt morgens im Bett, schaut aus dem Fenster. Hört das leise Plitschen der Tropfen, die sich auf den Blättern sammeln und ihren Weg nach unten finden. Weiter schauen als bis zum Apfelbaum ist nicht mehr. Vögel in den Bäumen zu erkennen, ist unmöglich. Außer man hört sie, so wie das kleine Rotkehlchen, was fleißig morgens sein Lied trällert.

Da das Wetter ist, wie es ist, musste ich mir zum Plan wandern zu gehen nun eine Alternative schaffen. Also ging es dahin, wo ich mir Vögel erhoffte. Fotos kamen keine guten bei heraus, aber das war mir egal. 300 Blesshühner, 150 Höckerschwäne, 9 Gänsesäger, 4 Haubentaucher, fünf Dunkelwasserläufer, …

Es war was los am Wasser. Die Vögel und ich. Aber so richtig zur Ruhe kam ich nicht, denn ich vermisste auch ein bisschen jemanden, der mit mir über den stinkigen Schlick lief und Ausschau nach den kleinen und großen Federvieh hielt.

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