Baie de Saint-Brieuc [Frankreich]

Auf dem kleinen Parkplatz direkt am Strand hatten wir eigentlich gehofft alleine zu sein. Wer sollte auch hierher kommen, in diesen Nirgendwo. Mit uns standen dann plötzlich noch drei weitere Camper dort. Trotzdem war es ruhig. Nur die Natur war es nicht. Die Brachvögel krakelten laut in der Nacht. Sie gaben keine Ruhe. Als sie verstummten, waren die Wellen zu hören. Entweder Flut und Meeresrauschen oder Ebbe und Brachvögel.

Müde stiegen wir aus der Seitentür aus, schnallten uns die Rucksäcke auf den Rücken und starten zum Observatorium. Die Brachvögel waren mittlerweile, trotz Ebbe, still. Was wir gut beobachten konnten, waren die Brandgänse. Ansonsten passierte erstmal nicht viel. Im Observatorium waren wir eine kurze Zeit alleine, bis ein älterer Mann dazu stieß. Ich schmunzelte über die Entenscharen, die watschelnd über den Sand zogen und Alge um Alge verschlungen.

Von hier oben gab es zwar einiges zu sehen, aber nichts zu fotografieren. Zwischen den Brachvögeln und Möwen landete eine kleine Schar Sandregenpfeifer und ein Steinwälzer. Wie der sich zu den kleinen Vögel verirrt hatte, blieb unklar. Unsere Beobachtung wurde abrupt beendet, als ein Jogger durch das Naturschutzgebiet gerannt kam. Was für ein bekloppter Mensch.

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