Petit et grand Mont Rond [Frankreich]

Es kam mir keine Begeisterung entgegen, als ich am Morgen früh los wollte. Jedoch sollte es wieder heiß werden. Also war der Kompromiss um 8 Uhr los zu wandern. Wir hatten uns eine kleine Wanderung herausgesucht. Einfach auf die kleinen Gipfel in der Umgebung. Das funktionierte mit dem Petit Mont Rond auch ohne Schwierigkeiten. Die Wanderung wurde vorher mit der „schönsten Aussicht in Europa“ beschrieben. Klar, man schaute auf den Genfer See und die französischen Alpen. Mit Blick auf den Mont Blanc.

Was für ein imposanter Berg. Leider war es etwas diesig. Mir machte es trotzdem schon einmal große Vorfreude auf die Berge. Weiter ging die Wanderung noch auf den großen Mont Rond über die verschneiten Kämme. Da die Schafherden von Mai bis September hier oben die Landschaftspflege übernehmen, ist großräumig abgesperrt und vor den Hütehunden wird eindrücklich gewarnt. Zwei schlafende Schafe sahen wir auch, Hütehunde zum Glück nicht. Auch hier ist der Luchs ja mittlerweile wieder heimisch. Auch den sahen wir allerdings – leider – nicht.

Auf dem Grand Mont Rond zeigte sich eine ebenso schöne Aussicht wie vom kleinen aus. Schroffe Berghänge, wieder der Mont Blanc im Blick. Es erinnerte mich sehr an eine der Wanderungen die ich mit M und seinen Eltern im Vercors gemacht hatte. Der Wind pfiff genau so. Die Hänge sahen ähnlich aus. Überhaupt musste ich viel an E. und U. denken. An die Wanderungen zwischen Murmeltieren und Alpenblumen. Und an die Campingplatznachmittage mit Kastanienhonig und Boule. Spannend, wie man Landschaften mit Erlebnissen und Menschen verbindet.

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