Maasholm & Seevogelschutzstation

Ein grauer Tag mit frischem Wind. Aber es regnete nicht und das war die Hauptsache. Heute stand ein kleiner Spaziergang durch den Ort Maasholm und ein weiterer Spaziergang zur Seevogelschutzstation Oehe-Schleimünde auf dem Programm. Mütze auf und dicke Jacken an, denn das Ostseewetter zeigte sich novembertypisch kühl. Regen war für heute plötzlich keiner mehr angesagt.

Maasholm

So richtig angekommen im Entspannungsmodus war ich noch nicht, doch mit dem Blick um die Ecke aufs Wasser stellte sich eine Ruhe ein. Meine Mama kannte Maasholm bereits und schwärmte von diesem kleinen Ort. Nach unserem Besuch konnte ich das gut nachvollziehen und schwärmte direkt mit.

Mit aller Zeit der Welt entdeckten wir den kleinen Ort. Mich verzauberten vor allem die kleinen Spatzen, die in jeder Hecke saßen und sich ebenfalls vor Kälte aufplusterten. Kurze Zeit später trafen wir dann diesen Kater, der uns eine Zeit auf unserem Weg begleitete. Am Hafen beobachteten wir die Möwen und zwei Komorane, die sich die Bäuche mit Fischen vollstopften.

Wie ich diese kleinen süßen und sehr alten Häuschen in den Fischerorten liebe. Das Reetdach, das alte Mauerwerk und fast immer auch die hübschen Gärten. Satt sehen war nicht drin – ich fing ja gerade erst an im Urlaub anzukommen. Und dann diese Ruhe dabei. Gerade jetzt im November ist der Norden ziemlich ausgestorben. Die meisten Touriläden und selbst die Restaurants haben zu. Alle begeben sich in den Winterschlaf.

Seevogelschutzstation

Nachdem wir in dem Ort genug Eindrücke gesammelt hatten, ging es für uns einen Parkplatz weiter. Von hier aus konnten wir zur Seevogelschutzstation laufen. Überhaupt begegneten mir in diesem Urlaub sehr viele Vögel. Ob Wasser oder Land, ich war von jedem einzelnen ganz hin und weg. Und wisst ihr, was mich noch umhaute und begeisterte?

Dieses wunderschöne, so herrliche Naturschutzgebiet an der Schleimünde. Der Herbst punktete mit seinen Farben. Gänse zogen am Himmel ihre Bahnen, legten Pausen auf den Wiesen und Felder ein. Jeder Schritt weiter führte bei mir zu einem wohlig zufriedenen Gefühl. Mitten in der Brust.

Wir machten noch einen Abstecher zum Naturerlebniszentrum. Dieses war aus Coronagründen und Nebensaison geschlossen. Trotzdem konnten wir auf dem Außengelände viel erleben und Neues lernen. Ich spielte auf dem Holzklavier und las mein keltisches Horoskop. Wie cool ist es denn bitte, dass man dort einem Baum zugeordnet wird? Es gibt ja keine Baumart, die ich doof finde, aber mit dem Nussbaum war ich besonders zufrieden. Das Einzige, was mich hier ärgerte, war der Zaunkönig. Erfolglos versuchte ich ihn zu fotografieren, aber er war einfach viel zu schnell.

Mein absolutes Highlight nach der Schafherde und den Rehen auf der Wiese war allerdings unser Pauseplatz. Die Sonne kam raus, wir hielten unsere Gesichter zum Wärmen entgegen und schauten verträumt über die Dünen aufs Meer. Der Tee wärmte die Hände und das Glück den gesamten Körper.

Ewig hätte man mich hier sitzen lassen können. Stunden hätte ich aufs Meer blicken können. Endlich wieder freie Sicht bis zum Horizont. Wieder salzige Luft in der Nase und den Wind in den Haaren. Was für ein schöner Fleck Erde.

3 replies to “Maasholm & Seevogelschutzstation

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