Tierpark Sababurg

Ein paar Minuten vor 9 Uhr standen wir am Eingang des Tierparks. Als wahrscheinlich einer der ersten Gäste an diesem Tag traten wir ein. Die Sonne stand endlich hoch genug und wärmte meinen tiefgefrorenen Körper wieder auf. An diesem Morgen waren wir bereits im Urwald für einen Spaziergang unterwegs gewesen.

Nicht nur wir mussten erst einmal ein bisschen was frühstücken, auch die Waschbären warteten schon auf die Donuts. Jetzt, wo der Park noch so leer war, klapperten wir erst einmal die kleineren Tiere im Eingangsbereich ab. Hier warteten die Ziegen und Hängebauchscheine auf uns. Beide erfreuten sich über Streichel- und Krauleinheiten und folgten uns so lang es ging, obwohl wir kein Essen dabei hatten.

Dann kamen aber schon bald die kleinen Racker, die ich mit am Liebsten besuche. Die Erdmännchen hatten ein Junges und genossen die Morgensonne genau so sehr wie wir. Sie saßen dort und wärmten sich. Selbstredend immer alles im Blick behaltend.

Ich liebe es immer wieder durch die alten Alleen des Tierparks zu laufen. Wenn an einem so herrlichen Tag auch noch die Herbstsonne durch die uralten Eichen scheint, wird mir das Herz warm. Bäume faszinieren mich hier genau so sehr wie die Tiere. Wir machten uns weiter auf den Weg zu den Wölfen. Es ging vorbei am Vielfraß, zu den Luchsen und immer wieder an verschiedenen Wildarten vorbei.

Bevor wir dann bei den Wölfen ankamen, mussten wir aber noch eine kleine Pause einlegen. An der Elch Lodge gab es einen heißen Tee, lecker belegte Brote und Schokomuffin. Mittlerweile war es auch schon richtig voll geworden im Park und überall waren nun andere Menschen unterwegs. Ich vermisste ziemlich schnell die morgendliche Stille.

Bei den Wölfen hatten wir erst kein Glück. Wir mussten uns etwas gedulden, bis sie aus dem Wald auftauchten. Allerdings kriegten sie sich auch ganz schön in die Köppe. Einer der Wölfe musste ordentlich einstecken. Wir erlebten die Wölfe also in voller Action. Der zurückgelassen Wolf blutete. Die vernarbten Flanken sagten alles. Was sind das für wunderschöne, faszinierende aber auch sehr unbarmherzige Tiere.

Dann ließen wir es erst einmal etwas ruhiger angehen. Wollige Schafe wollten gestreichelt werden. Mit dem Steinbock konnte ich mich gar nicht anfreunden. Wäre kein Zaun zwischen uns gewesen, hätte ich schlechte Karten gehabt. Die Mufflons hingegen freuten sich über Leute in ihrem Gehege. Es gab ja auch schließlich etwas zu essen.

Vom Mufflongehege aus konnten wir einen Teil der Flugshow beobachten. Da wiederum kann ich gar nicht gut zuschauen. Eulen, Adler und co gehören für mich (wie eigentlich auch alle anderen Tiere) nicht in Käfige. Bei den geflügelten Freunden fällt mir das immer am meisten auf. Vielleicht weil die Käfige dort verhältnismäßig klein sind. Aber auch bei den Luchsen habe ich das schon häufig bemerkt: Sie ziehen ihre Bahnen und laufen Runde um Runde.

Weil die kleinen Kängurus am Morgen noch keine Lust hatten aus ihrem warmen Stall herauszukommen (so gings mir ja auch), schlossen wir unsere Runde am Nachmittag hiermit ab. Und siehe an, die kleinen Beuteltiere hatten sich in ihren Garten getraut.

Der Tierpark Sababurg ist immer wieder einen Tagesausflug wert. Zu Coronazeiten wird es allerdings in den meisten begehbaren Gehegen ungemütlich. Es wird voll, die Menschen haben die Masken immer nur unter der Nase hängen oder gar nicht im Gesicht. Ja, man ist draußen, aber Abstand und Maske fände ich dann doch ganz gut.

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