Frühlingsmorgen

Jeder Morgen ist gerade mit einem besonderen Zauber belegt. Die Sonne drängt sich träge durch die Nebelschichten. Es ist kalt nachts und der Tau hängt schwer in den Spinnennetzen. Vor einigen Tagen war die Sonne gar nicht zu sehen. In dieser Zeit bin ich zum Morgenmuffel (oder sogar Tagmuffel) geworden. Aber jetzt, wo der Morgen mit solch einer Schönheit um die Ecke kommt, wird es wieder Zeit früh aufzustehen und morgens eine kleine Tour zu machen.

Meine Pappel versinkt in warmen Sepialicht. Der Nebel hüllt die wenigen Frühaufsteher ein. Überall beginnt es zu trällern. Am Biberbau zischen die Eisvögel mit hohen Rufen an mir vorbei. Der Zilpzalp schlägt Alarm. Und dann sehe ich auf dem Feld noch die langen Löffel übers Feld huschen. Es ist wie im Bilderbuch.

Auch heute morgen hing die Sonne wieder schwer hinter der Nebelschicht. Ich sattelte das Rad und düste los. Homeoffice wurde einfach ein bisschen nach hinten verschoben. Mit dem Rad ging es erst einmal wieder die altbekannte Strecke entlang.

Was ich besonders nett fand, war, dass die Sonne es ziemlich bald schaffte, sich durchzusetzen. Es wurde warm und hell. Im Waldstück, aber auch am Fluss und auf meinem Lieblingsberg unter dem im Moment super schön blühenden Kirschbaum, machte ich eine kleine Pause und genoß die Stille. Nur Feldlerche und Bienen waren zu hören.

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