Stempeljagd [Harz]

Es war bitterkalt in der Nacht. Ich wollte eigentlich gar nicht aus meinem Schlafsack rausklettern. In Schweden hatte ich aber schon den Trick gelernt, seine Sachen früh genug mit in den Schlafsack zu holen. Das klappte dann auch meistens ganz gut. Also konnte ich dann, zwar noch immer etwas fröstelnd, in den Tag starten. Nachdem wir uns dann in Regenstein los gemacht haben, fuhren wir nach Langenstein. Hier geriet ich dann richtig ins Frieren. Während M boulderte, stand oder saß ich irgendwo herum und las.

Höhlenwohnungen

Nach dem Bouldern allerdings schauten wir dann doch noch kurz bei den Höhlenwohnungen vorbei. Diese hatte ich vor einigen Jahren schon einmal auf dem Rückweg von Quedlinburg besucht. Viel geändert hat sich auch tatsächlich nichts.

Urig sehen sie aus, die Höhlen. Auf dem Foto ist allerdings die Wohnung, die auch wirklich wie eine Wohnung aussieht. Einen Stempel gab’s hier allerdings nicht.

Altenburg [Stempelstelle 84]

Bei diesem Stempel machten wir es uns dann ganz einfach. Wir fuhren nach Altenburg, hielten auf dem Parkplatz, liefen ca. 1 km den Berg zum Aussichtspunkt hinauf, stempelten und liefen wieder herunter. In unserer Eile, habe ich nicht mal ein Foto gemacht.

Klostergrund [Stempel 59]

Weiter ging es zum Kloster. Diese Klostergebäude sind einfach immer an den wunderschönsten Orten. Weit abgelegen, sehr ruhig, viel Wald und Wiese drumherum. So auch bei diesem Kloster. Auch hier nur ein kleiner Spaziergang zum Stempelkasten, plus Sonderstempel einheimsen und schon saßen wir wieder im Ernie.

Ruine Luisenstein [Stempelstelle 77] & Barocke Gärten [Stempelstelle 78]

Es wurde langsam Mittagszeit. In Blankenburg waren die Parkplätze super voll. Wir ergatterten noch schnell einen und schlenderten hungrig durch die Gärten.

Foto: M

Dann mussten wir uns doch erst einmal einen Mittagessensnack gönnen. An dem Restaurant fanden wir dann auch tatsächlich den Stempelkasten. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Nein, eigentlich drei, denn wir liefen vom Restaurant aus noch ein kurzes Stück (aber einen sehr steilen Berg) hinauf zur Ruine Luisenstein. Von der Ruine war allerdings nichts mehr zu sehen.

Hamburger Wappen [Stempelstelle 74]

Von Blankenburg aus ist es nicht mehr weit zum Hamburger Wappen. Ich freute mich schon den ganzen Tag auf diese Wanderung. Allerdings war es nun ca. 14 Uhr und ungefähr alle Menschen, die an diesem Wochenende raus wollten, hatten sich anscheinend das Hamburger Wappen dafür ausgesucht. Ich bekam beinahe einen Nervenzusammenbruch.

Die Felsformation war allerdings auch heute wieder wunderschön. Auf dem Rückweg unserer Wanderung waren auch nur noch wenige Menschen dort, sodass wir uns auch in der Höhle noch kurz ein bisschen umschauen konnten.

Foto: M

Teufelsmauer/Großvater [Stempelstelle 76]

Auf die Wanderung auf der Teufelsmauer hatte ich mich, wie schon gesagt, wirklich gefreut. Beim Hinweg wählten wir den etwas langweiligeren Weg, quasi außen herum. Ich war entsetzt. Die Teufelsmauer hatte ich moosig, nass, grün und mit viel Leben in Erinnerung. Das Bild, welches sich mir hier zeigte, war ein anderes: Alles war vertrocknet. Maiglöckchen, Bäume, Moos.

Auf dem Rückweg vom Großvater wählten wir dann den Kammweg. Hier zeigte sich dann die bekannte Schönheit: Zwar war auch hier alles trocken, aber die kleinen, engen Wegpassagen machten die Wanderung zum Abenteuer. Leider fanden das viele andere Menschen auch so, weswegen hier wieder deutlich mehr Fußgängerverkehr unterwegs war. Etwas neues entdeckte ich dann auch noch: Den Fuchsbau, der war mir bisher nicht bekannt. Ein Unterschlupf für Wanderer. Sehr urig gebaut.

4 replies to “Stempeljagd [Harz]

  1. Hach wie schön. Bei der Wanderung zum Hamburger Wappen habe ich am Ende meine Wanderschuhe auf dem Parkplatz gegenüber der Info vergessen. Aufgefallen ist mir das aber natürlich erst zu Hause – also mehr als 350 km später 😀 Dass da auch eine Höhle ist, wusste ich gar nicht!

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    1. Ich glaube, ohne das Stempelheft wäre ich niemals so weit und viel im Harz unterwegs gewesen. Und es ist ja noch lange nicht alles gesehen. Wir lassen uns da auch nicht stressen, aber die Stempel sind eine coole Idee, um auch versteckte Schönheiten des Harzes zu sehen. 🙂

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