Blickwinkel [Lissabon Tag 4]

Triumphbogen & Castelo San Jorge

Dieser Urlaub stand ganz eindeutig unter dem Motte der Burgen. Wir liefen wieder früh morgens durch die Stadt und genossen die leeren Straßen. Eine Stadt zu entdecken, in der die Menschen noch gemütlich im Bett liegen oder am Frühstückstisch sitzen, ist etwas ganz besonderes. Der Morgen hat so oder so schon einen Zauber inne, aber an fremden Orten wird dieser umso deutlicher. Am Triumphbogen bestaunten wir wieder einmal die Baukünste der Portugiesen.

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Für uns gab es ebenfalls Frühstück. Allerdings nicht in der Küche unserer Wohnung, sondern am Pier. Mit Blick auf den Fluss und mit Sonne im Gesicht. Wir verließen diesen jedoch schon bald wieder, da ein Kreuzfahrtschiff im Anmarsch war. Also ging es für uns den Berg hinauf, durch die Straßen unterhalb der Burg.

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Oben angekommen waren wir doch tatsächlich nicht die Ersten. Zu früh, aber trotzdem nicht als Sieger ins Ziel gekommen. Wir warteten geduldig, bis die Kasse öffnete und konnten als dritte Gruppe ins Castelo San Jorge  eintreten. Eintritt 10€. Hier bezahlten wir allerdings nicht die alten Gemäuer, sondern hauptsächlich den spektakulären Ausblick auf Lissabon.

Stunden konnte ich hier stehen und schauen. Auf die vielen roten Dächer, auf diese zusammengewürfelte Stadt zu meinen Füßen. Die rote Brücke und der Cristo Rei. So vieles war zu entdecken. Es schien wie ein echtes, ganz reales Wimmelbild mit tausenden Facetten. Für mich ist es immer besonders eine Stadt von oben zu sehen. Es verleiht mir irgendwie ein Gefühl der Verbundenheit. Erst wenn ich die Stadt von oben überblicken konnte, lerne ich sie auch wirklich richtig kennen.

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Selbstredend schauten wir uns, nach meiner Loslösung vom Ausblick, auch noch die alte Burg an. Im Gegensatz zu den lieben weißen Häusern, war die Burg allerdings fast langweilig. Burgen waren uns ja mittlerweile auch ziemlich bekannt. Ein Highlight fand sich dann dennoch in den Mauern von San Jorge: Pfaue. Und diese krakelten lauthals, flogen auf die Mauern und die Bäume und schlugen sogar ein Rad. Das hier war ihr Gebiet, ihr Revier – ganz eindeutig.

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Schon auf dem Weg zur Burg hatten wir das Viertel durchkreuzt. Ein kleiner Einblick reichte uns allerdings nicht. Wir schlenderten nach unserem Besuch auf dem Berg noch durch die vielen, unzähligen Gassen. Wir schauten von Aussichtspunkten hinaus auf das Wasser des Flusses, ließen uns auf Märkten berieseln, lauschten den Straßenmusikern und staunten über die Straßenkunst.

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Überall versteckten sich bunte Häuser, viele kleine verwinkelte Gassen und das süße Leben der Stadt. Es lohnte sich wirklich die Augen in alle Richtungen offen zu halten, sich treiben zu lassen und die Richtung dem Zufall zu überlassen.

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6 replies to “Blickwinkel [Lissabon Tag 4]

  1. Deine Berichte aus Lissabon sind (alle!) soo, sooo schön. Und Dich darin (er)LEBEND zu wissen, schenkt mir ein Gefühl großer Dankbarkeit. Du hast solches Erleben so sehr verdient!

    Liebe Grüße!

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