Bodman [Bodensee]

Nach fast 2 Jahren südlicher Abstinenz geht es für mich endlich wieder in den Urlaub nach Süddeutschland (und in die Schweiz und nach Österreich). Die Autofahrt runter in den Süden haben wir uns alle etwas tragischer und länger vorgestellt. Umso vergnügter waren wir, als wir nach 6 Stunden ankamen. Nur Stutti war natürlich umgeben von Stau.

Der Süden hat eine ganz besondere Wirkung. Hier sind die Kulturen ganz anders, als bei uns im Norden. Die Menschen sind offener, betreiben mehr Smalltalk und quatschen einfach jeden an. Für uns Norddeutschen ist das immer eine Umstellung, aber dennoch fügen wir uns schnell. Am Ende merkt man nur noch den Dialektunterschied. Letzten Donnerstag ging die Reise also los. 4 Tage Bodensee mit allen drum und dran. Auch hier hatte ich direkt wieder eine Premiere: Eine Wohnung über Airbnb zu buchen. Ich weiß, viele schimpfen darüber (gerade in Amsterdam, Barcelona oder Rom), aber ein Hotel wäre einfach zu teuer gewesen. Außerdem hatte der nette Herr eine Schwimmbadmitbenutzung und ein Ruderboot angepriesen. Also nichts wie hin da!

In Bodman ist die Welt noch in Ordnung. Nach einer sechstündigen Fahrt muss man sich erst einmal noch ein bisschen die Beine vertreten. Also erkundeten wir den Ort, der ziemlich touristisch ist, aber dennoch sehr schön. Wir hatten Glück, denn die Saison hatte noch nicht begonnen und die Gäste, die über den ersten Mai anreisten, kamen erst am Samstag/Sonntag. Perfekt also, um Bodmans Ruhe zu genießen. Entlang der Promenade des Bodensees gibt es schon einiges zu sehen: Hauptsächlich stößt man schnell auf die Touristinfo und auf zahlreiche Cafés, Restaurants und den Dorfladen. Direkt an der Touriinfo verbrachten wir dann doch ein bisschen Zeit. Nicht weil wir so viele Fragen hatten, sondern weil direkt davor ein Mammutbaum wächst. Gigantisch pompös ragt er seelenruhig in den Himmel hinauf.

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Mammutbäume sind meine absoluten Lieblingsbäume. (Daher muss ich auch unbedingt mal in den Redwood Forest in den USA.) Aber nicht nur Bäume gibt es hier zu bestaunen. Die eigentliche Schönheit, weswegen wir herkamen, war doch eigentlich das kleine Meer: Der Bodensee. Er glitzerte unfassbar schön in der Sonne. Man musste sogar ein bisschen die Augen zusammen kneifen, um etwas zu erkennen. Der Himmel änderte sich allerdings gefühlt alle 30 Sekunden. Wenn man die Augen noch weiter zusammenkniff, konnte man vielleicht das Ende des Sees erahnen – ist natürlich kompletter Humbug. Der ist einfach viel zu riesig. Ein kleines Meer eben.

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Ein weiteres Highlight bei diesem Spaziergang wurde durch Zufall entdeckt. Wir schlenderten also an der Promenade entlang und schauten, wohin uns die Füße trugen. Am Ende kamen wir im Schlossgarten an. Den durchstöberten wir dann auch direkt. Es ist zwar nur ein „kleiner“ Teil des Gartens begehbar, weil der Rest noch von der Familie genutzt wird, aber dennoch gab es wunderschöne Ausblicke, Wildblumenwiesen, Bärlauchfelder, selbstfahrende Rasenmäher und eine urig eingewachsene Kapelle. Es war ein bisschen wie im Märchen.

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Zurück ging es dann, endlich ausgelastet nach der Fahrt, wieder an der Promenade entlang direkt in die Ferienwohnung Seegarten. Da wurde selbstredend erst einmal geschaut, wo das Schwimmbad und das Ruderboot zu finden waren.

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