Drugs on monday

Montage. Das ist, was heute passiert. Nach der Physiotherapie geht’s nach Hause auf’s Sofa, um den entkoffeinierten Kaffe zu schlürfen und das Buch wieder zur Hand zu nehmen. Dieses Buch, welches in meinem Freundeskreis gerade weitergereicht wird. Eines der besten Bücher, höre ich sie sagen. So ein Quatsch, denke ich mir, ich habe mit Drogen doch überhaupt nichts am Hut.

David Nutt: Drugs without the hot air. Minimising the harms of legal and illegal drugs.

Ich bin kein Drogenfan. Ich nehme keine Drogen. Schon muss ich den Satz zurücknehmen: Ab und zu mal eine Ibuprofen bei Kopfschmerzen, Schokolade auf dem Sofa oder eben der Kaffee vor der Arbeit. Drogen spielen eine größere Rolle in unserem Alltag, als wir denken. Mal einen Wein am Abend zum Essen oder ein Glas Gin auf der nächsten Geburtstagsparty. Alles was unsere Neurotransmitter beeinflusst, uns glücklich, traurig, müde oder wach macht-all das können wir als Drogen ansehen.

Die Debatte, ob Cannabis legaliziert werden soll läuft schon länger. Gras ist die meist konsumierte Droge der Welt, auch als Medikament eingesetzt. Viele Drogen werden als Medis plötzlich ganz legal. Der Unterschied ist die Unterschrift des Arztes auf dem Rezept. In Mengen sind Drogen, egal welcher Form, tödlich. Warum dann also ein Buch empfehlen, das sich genau darum dreht?

David Nutt erklärt in seinem Buch, welche Drogen wirklich schlimm sind. Zum Beispiel Alkohol. Und das weniger Leute an Ecstasy sterben, als an Reitunfällen. Das Queen Victoria Cannabis konsumiert hat. Und das manche Drogen zu Therapiezwecken bei PTBS eingesetzt werden und eine riesige Erfolgsqute dabei aufweisen. Welche Tode direkt von Drogen ausgehen und welche „nur“ durch Drogen bedingt sind. (Dehydrierung bei Ecstasykonsum.)

Noch immer bin ich kein Fan von Drogen. Aber gleichzeitig sehe ich Drogenabhängigkeit auch immer noch als Krankheit und um diese Krankheit besser zu verstehen, hilft David Nutt mit seinem Buch. Er klärt die wichtigen Fragen. Welche Drogen gibt es, wie wirken sie und wie wird man davon abhängig? Wie gefährlich oder schädlich sind Alkohol und Zigaretten im Vergleich zu illegalen Drogen?

Eins ist klar: Alkohol gibt’s in nächster Zeit keinen mehr. Meinen Neurotransmittern gönne ich mal ein bisschen Ruhe. Auf der Suchtstation und in meinem Bekanntenkreis sehe ich die Leute mit anderen Augen. Kleinlaut kann ich wiederholen, was schon meine Freunde sagten: Eines der besten Bücher.

5 replies to “Drugs on monday

      1. Hab die Mail nicht vergessen, aber seit dem Gewitter Probleme mit O-2… Kann kommentieren, aber selbst nicht schreiben, auch keine Mails. 😦

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