Von Zufällen und anderen kuriosen Dingen (Kalifornien Tag 6.2)

Carmel by the sea

Carmel musste man sich einfach ansehen. Es ist ein so unfassbar entzückender Ort. Obwohl es kalt war und die Sonne mittlerweile hinter dicken Wolken verschwunden, hatte diese Stadt einfach Charme. Während wir schon so durch die Straßen irrten, war schnell klar: Keines dieser hübschen Häuser gleicht dem anderen. Ich kam mir ein bisschen wie im Märchen oder einer Fantasiegeschichte vor. Die Surfer tobten sich bei den Wellen natürlich im Wasser aus, eine Hochzeit fand ebenfalls statt. In Carmel by the sea bekamen wir erst nach 10 Minuten umherirren einen Parkplatz. Wir stolperten total ausgehungert ins nächste Restaurant und aßen die wohl leckerste Pizza überhaupt. (Wer mal nach Carmel kommt: Merkt euch das Le Sant Tropez!)

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Mit dicken Bäuchen schlenderten wir dann durch die Straßen. Keine Straßennamen, keine Reklame, keine Briefkästen, ein Ort, der eigentlich weit ab vom Schuss sein müsste und doch nicht touristischer sein könnte. Überall, wirklich überall tummelten sich die Touristen. Vorzugsweise Europäer. Kleine Hinterhöfe und wunderschöne, versteckte Läden, mit ganz besonderen Andenken und Waren, gab es hier zu entdecken. Schön, wie kunterbunt und vielfältig es hier war.

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Einen Kaffee mussten wir uns, bevor wir zum Auto zurückliefen, natürlich auch noch holen. Und dann passierte das unfassbare. Als wir vor dem Laden standen, starrte mich plötzlich jemand an. Ich starrte zurück und realisierte erst nach etlichen Sekunden, dass ich diese Frau kannte. Aus Deutschland, aus unserer Stadt. Unbeabsichtigt traf ich hier also die Kollegin meiner Mutter. Am anderen Ende der Welt. Zufälle gibt es…

Monterey

Als wir noch ganz aufgebracht wieder im Auto saßen, gab ich wie gewohnt die Adresse ins Navi ein und stutzte. Monterey hatte diese Straße angeblich nicht. Ich tippte ausführlicher und schluckte. Unser Hotel war laut GPS 6:35 Std. entfernt. Auf der anderen Seite Kaliforniens. In der Richtung, wo wir vor Tagen hergekommen waren. Nach purer Verzweiflung, hysterischem Lachen und dummen Überlegungen fuhren wir dann doch noch ins richtige Monterey (20 Min. entfernt.). Da wir für diese Nacht kein Lager hatten und wir unbedingt noch einmal gemütlich schlafen wollten, bevor es zum Campen ging, nisteten wir uns im Hilton Hotel ein. Das letzte Zimmer was sie hatten, ging somit an uns. Ihr könnt euch vorstellen, was das Reisebüro für eine tolle Nachricht von uns erhalten hatte.

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Der Tag war damit aber noch nicht zu Ende. Mit müden Körpern schleppten wir uns noch an den Hafen. Ein kleiner Spaziergang an der Promenande entlang. Blick auf die vielen Schiffe, die ruhig im Wasser schwankten. Im Hintergrund schwarze Wolken und Monterey. Der Pier leuchtete mit seinen bunten Häuschen. Brunnen und witzige Skulpturen begegneten uns und abschließend schlenderten wir noch ein Stück die alte Cannery Row entlang. Reichte aber auch für heute. Nach all den Aufregungen und Eindrücken mussten wir uns auch mal etwas Ruhe gönnen.

 

6 replies to “Von Zufällen und anderen kuriosen Dingen (Kalifornien Tag 6.2)

  1. Das sind bezaubernde Bilder. Wahnsinn, dass Du das alles (und noch viel mehr – mal abgesehen von der Kollegin Deiner Mutter 😉 -) mit eigenen Augen gesehen hast. – Dieses Carmel muss tatsächlich ein Märchenort sein.

    Und dann noch in ein Hilton Hotel. Nobel, Nobel, Fräulein Wortreich… 😀

    Habt Ihr wenigstens gut geschlafen dort?

    Liebste Grüße an Dich!

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    1. Oh ja, es ist wunder-, wunderschön dort. Man kann so viele kleine, versteckte Ecken entdecken und sich einfach nur wohlfühlen. Dabei ist der Ort an sich ja auch nicht sonderlich groß. (:

      Ja, das mussten wir dann ja doch ein bisschen ausreizen. Wenn die schon falsches buchen. 😛
      Sehr gut haben wir da geschlafen-eigentlich in keinem Hotel besser. 😀

      Liebste Grüße und ein schönes Wochenende!

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  2. ach, das reisebüro hat aus versehen ein hotel in einem falschen ort für euchgebucht? ach du scheiße! :DD und das hilton, habt ihr die kosten zurückgekriegt vom reisebüro?

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    1. Genau, das war einfach mal 7 Stunden fahrt entfernt. 😀
      Wir haben dann immerhin einen Reisegutschein bekommen. Also hat es sich mit dem Hilton schon ziemlich gelohnt. 😉

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