Lübeck, du schönes Ding (Tag2)

Lübeck

Was für ein herrliches Wetter uns blühte! Von Travemünde aus bis nach Lübeck sind es ca. 20 Minuten. Mein erster Eindruck war eher das komplette Gegenteil von meiner Meinung nach meinem Besuch. Alles sah irgendwie grau und langweilig aus. Bis wir direkt am Holstentor parkten und losstapften.

Das Holstentor ist ein ziemliches schiefes Ding. Es steht einfach so dort, in der Mitte durchgebogen und total unbeeindruckt von dem Geschehen drumherum. Das es so noch hält, ist wirklich kurios. Wie man das als Tourist eben so macht, ging es einmal am schlafenden Löwen vorbei und unter dem dicken Klotz hindurch. Auf der anderen Seite beginnt direkt die Altstadt. Inklusive Fluss und noch krummeren Häuschen.

Diese Hexenhütten, quetschten sich aneinander. Ein bisschen schaute es aus, als hätte sie jemand verzaubert. Häuserlücken gab es nicht. Im Malerviertel wurde alles etwas bunter. Meine Entdeckerfreude schrie förmlich.
Und so schlichen wir durch die einzelnen Straßen. Durchs Fegefeuer ging es selbstverständlich auch. Der Frühling war an jeder Ecke zu sehen. Die Lübecker haben ein Händchen dafür, ihre eh schon so schöne Stadt, wunderschön zu dekorieren.

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Der eine lehnt sich beim anderen an.

Vorbei am Puppentheater, mussten wir erst einmal einen kleinen Drachen besiegen. Die Innenstadt war voll mit Menschen. Das riesige, hübsche Rathaus war kaum ohne zu fotografieren. Auch die Stube des Niederegger Marzipans konnte man nur betreten, wenn man ganz, ganz, wagemutig war. Ich war es nicht, stolperte aber dennoch hinein in die Menschenmenge.

Mit Absicht hielten wir uns dann lieber in den kleinen Gassen auf, wo weniger los war. Dort wo sich dicke Katzen auf den Tischen tummelten und kleine Gänge zu Hinterhöfen zu finden waren. Wie die Schatzsucher schlichen wir umher. Und Schätze gab es hier wahrlich genug. Zwischendurch bummelten wir an Schaufenster alternativer Läden vorbei. Auch eine ganz winzige Galerie besichtigten wir. Mitten in der tobenden Hüxstraße. Die wohl buntesten und ausgefallensten Menschen tummelten sich hier zwischen den individuellsten Läden. (Gibt es unter euch jemanden, der an skandinavischen Läden vorbeilaufen kann?)

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Bunt und bunt ergibt kunterbunt.

Ein kleines Stück am Fluss entlang, mit Blick auf die „Skyline“ war auch noch drin. Essen gabs Mittags in einer winzigen Gasse beim Griechen. Nachmittags ließen wir uns Kaffee bei einer der Bäckereien schmecken. Was für ein wunderbares Leben ist das! Fahrt alle nach Lübeck, ihr Menschen. Es ist schön dort!

Travemünde

Ostersamstagabend ging es dann noch zum Osterfeuer an den Strand. Mit Live-Musik und sternenklarem Himmel. Ein bisschen kalt war’s, aber gelohnt hatte es sich trotzdem. Sehr sogar. Denn bevor die Dunkelheit einsetze, glitzerte der ganze Hafen in der Dämmerung und über dem Wald am Horizont ging ein blutroter Mond auf. Klingt ein bisschen wie eine Märchengeschichte. Hat sich auch so angefühlt.

Liebe

x Lübecker Erkundungstour.
x Liebe auf der Straße finden. (Wer verliert denn Holzrosen?)
x Skandinavien meets Alternative and Vintage.
x Osterfeuer auf Travemündisch.

6 replies to “Lübeck, du schönes Ding (Tag2)

  1. Lübeck ist für mich fast so nah wie mein Wohnzimmer. Alles was Du hier beschrieben hast, kommt mir vertraut vor. – Vor Jahren gab es dort in einer der Straßen von denen aus die wunderschönen Hinterhöfe zu bestaunen sind, einen traumhaften Teeladen. Klein, verwinkelt, mit einem einzigartigen „Aromaduft“ darin und unglaublich viel zu entdecken. Nicht bloß Tee… – Debn Duft werde ich mein ganzes Leben lang nicht mehr vergessen, den Laden gibt es leider nicht mehr.

    Hätte es ihn noch gegeben, ich hätte ihn Dir dringenst empfohlen, wenn ich denn gewusst hätte, dass Du so nah an meinem „Wohnzimmer“ herumspazieren würdest … 😉

    Ganz liebe Grüße, Ines!

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    1. Diesen fantastischen Teeladen hätte ich auch gerne entdeckt. Schade, dass es den nicht mehr gibt. Aber es gibt ja zum Glück noch ganz viele kleine andere Highlights in Lübeck. (:

      Wie schön, dass du dich dort so gut auskennst und die Möglichkeit hast immer mal wieder ein bisschen in dieser tollen Stadt zu spazieren. Mir hat’s sehr gut gefallen dort.

      Beste Grüße!

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