Das Ende und der Anfang (USA Tag 12)

Wenn etwas endet – vor allem, wenn es etwas Schönes ist – brauche ich immer einen Moment, um das ganze wirken zu lassen. Vielleicht sogar, um zu realisieren, dass es wirklich zu Ende ist und ich mich wieder auf das „Normale“, auf den „Alltag“ einstellen muss. Auch bei meiner USA- Reise war das so. Eigentlich waren es ja nur knappe 14 Tage, aber doch kam ich irgendwie als anderer Mensch wieder. Ich musste mich erst wieder einfinden, mich selbst wiederfinden. In mir kreisten die ganzen Erlebnisse, all das Neue, die Abenteuer und all das wollte verarbeitet werden.

Mittlerweile bin ich wieder angekommen. Habe mich eingelebt. Die Eindrücke wurden verarbeitet und das Fernweh ist wieder da. Es ist immer da, als wäre es nie weg gewesen. Man lebt zwischen Heimweh und Fernweh und da beides „weh“ im Wort beinhaltet, ist beides nicht sonderlich schön und mit einem bedrückendem Gefühl verbunden.
Ich weiß nicht, wann meine nächste Reise startet, es ist alles noch so offen, so ungeplant.

Mein letzter Tag in Amerika war bei weitem nicht so spektakulär, wie die Tage davor. Immer hatte ich irgendwie auch das Glücksgefühl, die Freude und Engergie im Körper. Am letzten Tag spürte ich die Hitze viel mehr, ich spürte den Abschied und das Verschwinden schon bevor wir überhaupt richtig darüber nachdenken konnten.
Und weil der letzte Tag getrübt von wehen Gedanken war, hier nur eine kurze Zusammenfassung der Reiseorte:

Top 5 meiner Lieblingsorte

1. Miami Beach
Bunt, aufgeweckt, mit wunderschönem Strand und viel Sehenswerten. Miami Beach pendelt zwischen Sightseeing Stadt, Partymeile und Erholung. Wer hier nicht auf seine Kosten kommt, dem weiß ich auch nichts mehr zu sagen.
2. New York
Eine Vielfältigkeit, die es wohl sonst in keiner Stadt gibt. Es mischen sich die Bauwerke, die Nationen, die Sprachen, die Menschen. An jeder noch so kleinen Kurve gibt es etwas zu sehen. Mal ganz aufgebracht und mal ganz ruhig. Eine Stadt, die man definitiv besucht haben muss.
3. Key West
Wäre eigentlich viel weiter oben auf meiner Liste. Aber es gibt kaum Strände. Und das eigentliche Leben Key Wests beginnt wohl erst nach Sonnenuntergang. Als Endpunkt für eine Fahrt über die wunderschönen, paradisischen Keys, ist das ein Muss.
4. Fort Lauderdale
Wo die reichen Kerle wohnen. Und wo es die schönsten Strände gibt. Wo es eigentlich überhaupt sehr viel zu sehen und zu erleben gibt. Aber dennoch würde ich es schweren Herzens unter den anderen 3 einordnen.
5. Orlando
Nichts gesehen von der Stadt, außer einen der Parks. (Der viel zu teuer war, die Amis nehmen’s dort sehr dicke. Bei dem Wetter würde ich, falls ich nochmal nach Orlando kommen sollte, den Wet ’n Wild Park besuchen.) Als Einstieg oder Abschluss einer Floridareise darf Orlando dennoch nicht fehlen.

 

7 replies to “Das Ende und der Anfang (USA Tag 12)

    1. „…und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende“. Sehr tröstlich diese Sprichwörter. (:
      Danke für deinen Kommentar!
      Liebe Grüße
      Ines

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  1. Hmm, dass Du einmal schreiben würdest, letztlich immer in einem „weh“ zu leben, ist für mich eine beinah irritierende Erfahrung. Ich glaube schon zu wissen, wie Du es meinst – aber es ist ein „schwerer“ Gedanke.

    Es war schön, mit Dir durch Deine Schilderungen, Deine Reise, viele Deiner Eindrücke mit- bzw. nacherleben zu können. Danke dafür!

    Aber es ist auch schön, Dich wieder hier zu haben, denn Du hast auch aus dem Alltäglichen, aus dem „kleinen Erleben“, Deinen Gedanken und Empfindungen heraus, die das ganz „normale“, „profane“, oft so unspektakulär erscheinende Dasein an sich abbilden, immer wieder viel Anregendes, Überdenkenswertes oder auch Freude spendendes zu sagen. Und tu tust das stets und immer wieder auf eine genz eigene, einladende, sympathische Weise.

    Vor allem deshalb, bin ich, glaube ich, vor nun schon ganz schön langer Zeit in diesem Blog hängengeblieben. Und er ist so oder so immer wieder lesenswert.

    Das macht eindeutig seine Autorin!

    Liebe Grüße, Ines!

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    1. Ich finde, irgendein „weh“ gibt es immer. Ob man zwischen Heim- und Fernweh oder Herzweh pendelt. Aber es ist eher ein dumpfes Gefühl, was sich durch Schönes auch schnell wieder verdrängen lässt. Quasi existiert es nur als Hintergrundgefühl. 😉

      Danke vielmals für deinen lieben Kommentar – ja ich bin rot geworden, wegen deiner herzlichen, liebenswerten Komplimente. (:
      Und ich hoffe, wir werden uns auch weiterhin noch durch viele Worte begleiten.

      Liebe Grüße und einen sonnigen Tag
      Ines

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  2. Ich kann Deine Gefühle sehr gut nachempfinden,
    denn anscheinend habe ich länger für das Ankommen und Verarbeiten gebraucht als Du 😉
    Das Fernweh scheint unheilbar zu sein !

    Heimweh hatte ich diesmal gar nicht, und mein einziger Trost ist die Reise im Herbst 😉

    Vielleicht findest Du ja auch schnell wieder ein Reiseziel, welches Dein Fernweh heilt ?!
    Ich wünsche es Dir sehr !!!

    Liebe Grüße
    Bärlinerin

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    1. Im Moment denke ich auch schon wieder oft darüber nach, einfach den Rucksack zu packen und irgendwo hinzufahren. Aber leider steht im Moment so viel an, dass ich gar nicht wegkomme…
      Das Fernweh ist ein ständiger Begleiter!

      Mich freut es sehr, dass du kein Heimweh hattest und dich schon auf die nächste Reise freuen kannst. Ich werde die nächsten Tage mal schauen, was ich mit meinen allerletzen Semesterferien anfangen werde, die mir noch bleiben. (:

      Danke, liebe Bärlinerin!
      Ich sende dir die besten Grüße!

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      1. Eine kurze Reise ans Meer könntest Du ja vielleicht einrichten, oder ?
        Wenn ich Dich schon auf den Geschmack gebracht habe 😉 😉

        Die letzten Semesterferien sollten aber auch etwas besonderes werden … Hmmm, da fällt Dir bestimmt etwas ein, und die Welt ist ja groß !

        Liebe Grüße und Dir ein schönes Wochenende,
        Bärlinerin

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