Zauberhafte Magie (USA Tag 5)

Orlando: Islands of Adventure

Ich konnte den Sonnenaufgang sehen. Ja wirklich. Als ich müde die Augen öffnete, blickte ich der Sonne direkt ins lachende Gesicht. Als wäre sie auf einer Höhe mit mir. Es war so wunderschön, dass ich direkt noch eine halbe Stunde weiterstarrte. Aber dann ging es wirklich los. Also so richtig.

Mit den ersten Schritten aus dem Hotel raus, wurde uns klar: Heute wurde ein absoluter Hitzetag. Ja, das konnten wir auch schon um 9 Uhr morgens feststellen. Bevor wir jedoch den richtigen Weg einschlugen, wanderten wir erst einmal zur Touristinformation hinüber und holten Informationen bzgl. des mysteriösen Sunpasses ein. Leider konnte uns die Frau auch nicht helfen. Sie beteuerte nur, dass wir eine super coole Strecke vor uns hatten und die Keys lieben werden. Interessant, wenn man hilfreiche Tipps erwartet und nur auf große Freude und Euphorie fremder Personen trifft. Beschwingt liefen wir dann mit einer Floridakarte Richtung Islands of Adventure.

Denn was sollte man in Orlando großartiges machen, wenn nicht einen der zahlreichen Parks zu besuchen? Klar, die Stadt angucken. Aber die hatte nicht mal einen Strand, kein Meer und das war uns bei dem Wetter dann doch nicht so angenehm. Allerdings wurde es im Park auch nicht kühler. Und Meer und Strand gab’s auch nicht. Dafür führte uns der lange, verschlungene Weg unter vielen Sprenkleranlagen hindurch, zwischen Büschen und Palmen entlang, in denen die kleinen Geckos wohnten und vorbei an großen Seen. Alles in allem echt schick gestaltet. Bis dann der Citywalk kam. Hier reihten sich Geschäfte aneinander, Souvenirläden und Restaurants. An. Jeder. Ecke. Aber auch da waren wir irgendwann durch. Jetzt trennte uns nur noch der Eingang vom hoch angepriesenen Islands of Adventure. Karte einscannen und schon waren wir drin.

Hogsmeade & Hogwarts

Wir hetzten hinter allen anderen hinterher, bis sich plötzlich die Mauern (natürlich nur die künstlichen) von Hogsmeade vor uns auftaten. Dem kleinen Zauberdorf aus Harry Potter. Und was gab es hier nicht alles zu sehen! Olivander, das Gasthaus zu den drei Besen, den Scherzartikelladen, die Eulenpost, und und und. Selbstverständlich reihten wir uns erstmal in die Schlange vor Hogwarts ein, um mit Harry zu fliegen. Richtig gelesen. Nachdem wir ewig angestanden hatten, unsere Taschen in Schließfächer eingeschlossen waren, der sprechende Hut und die Gemälde zu uns gesprochen hatten, wir an Dumbledores Büro vorbeigelaufen waren und Harry, Hermoine und Ron uns irgendwelche Zaubertricks vorgeführt hatten, saßen wir endlich im Wagen derForbidden Journey. Und es war ein atemberaubender Flug auf dem Besen. Ich vergaß vollkommen wo ich war – wenn so fliegen ist, dann würde ich gerne jeden Tag mit dem Besen durch die Lüfte sausen.

tag5 Harry

Spiderman, Wildwasserbahnen & Hogsmeade 

Nachdem wir auch noch alle Läden abgeklappert hatten und mit Seidenschnabel unterwegs waren, verließen wir Hogsmeade auch schon wieder. Weil der Hogwarts Express leider noch nicht fuhr – irgendwann in den nächsten Tagen wird das Harry Potter Land wohl mindestens doppelt so groß sein und doppelt so viel Eintritt kosten.
Wir schlichen also bei mittlerweile 40 Grad im Schatten in die Cartoon-Landschaft hinein. Eine 4D-Fahrt mit Spiderman, der uns wieder wachrüttelte und nachdem ich fast lieber ein Spinnenmann gewesen wäre, als ein Zauberer. Das schlug natürlich ganz schnell wieder um. Gegen die Harry Potter Teile kommt halt auch kein Comic gegen an.

Wir machten witzige Fotos und stellten uns dann bei einer Wildwasser-Rafting-Bahn an. You’ll get wet. Na klar. Die Taschen wurden unter wasserdichten Folien verstaut, was mich das erste Mal kurz nachdenken ließ. Aber eigentlich kennt man diese Wasserbahnen ja aus den Freizeitparks. Da schwappt ein bisschen Wasser rein und man kreischt kurz vor Schreck auf und schon ist man wieder am Anfang angekommen. Jetzt kommt’s: Das hier war was anderes. Es schwappte nicht nur rein, es überflutete uns von hinten, es schüttete von oben und klatschte von gegenüber auf uns nieder. Ich war so geschockt, dass ich nicht einmal vor Schreck wie ein Mädchen kreischen konnte. Wir waren nicht nur nass. Wir waren klitschnass. Und das war die Abkühlung, die wir gebraucht hatten. Jetzt konnten wir erstmal in einem der Diner etwas essen gehen.

Nach unserer Mahlzeit waren wir beinahe wieder trocken und stellten uns direkt bei der nächsten Wildwasserbahn an. 40 Min. Wartezeit vergingen und schon rauschten wir den Berg hinab. Klitschnass aufs Neue. So kehrten wir dann auch – durch Jurassic Park– wieder nach Hogsmeade zurück.

Tag 5 Butterbeer

Ungefähr 15 Minuten überlegte ich, ob ich lieber Kürbissaft oder Butterbier trinken sollte. Irgendwann entschloss ich mich für Butterbier. Und ich muss sagen: Lecker. Ich hab keinen blassen Schimmer, was da drin war. Kein Alkohol zumindest. Und Sahne oben drauf. Aber der Rest blieb mir ein Rätsel. Ich wusste nur, dass ich gerne noch einen Becher davon gehabt hätte. Zuhause auf dem Balkon an Sommertagen, die ein blasses Abziehbild der Sommertage Floridas wären.

Eine letzte Attraktion mussten wir dann noch mitnehmen: Olivanders Zauberstabladen. Der berühmte Zauberstabverkäufer. Wir standen ewig an. Länger als bei irgendetwas sonst. In der prallen Sonne. Und als uns der Kerl reinwinkte, musste ich im schummrigen Licht erst einmal die Augen zusammenkneifen. Meterhoch türmten sich hier die Zauberstäbe. Und Olivanders Gehilfe holte das Mädchen neben mir nach vorn, spielte exakt die Szene in Harry Potter nach und verkaufte ihr somit einen Zauberstab. Im Laden dahinter trafen wir noch einmal auf etwas Bekanntes: Das Monsterbuch, welches in seinem Käfig leise schnarchte. Dieses einlullende Geräusch war für uns ausschlaggebend, zum Hotel zurück zukehren. Unsere Füße dankten es uns.

Lie

  • In die Harry Potter Welt eintauchen.
  • Fliegen. Auch wenn nicht wirklich.
  • Butterbier kosten.
  • Mit Spiderman ein Abenteuer erleben.
  • Eingestehen, das Amerikaner die besseren Wildwasserbahnen bauen.

9 replies to “Zauberhafte Magie (USA Tag 5)

  1. Dies zu lesen, macht, wie ein kleiner staunender Junge vor diesem Fenster zu sitzen. Und was ich schon immer zu wissen glaubte: Ängstlich bist Du nicht!

    Bin gespannt, wie es weiter geht …

    Liebe Grüße!

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  2. Es ist wirklich spannend, Deine Berichte zu lesen,
    auch wenn ich für solche „Scheinwelten“ nicht so viel übrig habe 😉
    Bist Du ein Harry-Potter-Fan ?

    Ich folge Dir nun an den Atlantik – den ich nur vom anderen Ufer kenne 😉

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    1. Danke vielmals! (:
      Fantasy ist eigentlich auch nicht mein Ding, aber mit Harry Potter bin ich aufgewachsen – daher bin ich schon ein Fan und musste auch unbedingt einmal ins Harry Potter Land.
      Aber da gilt ja auch wieder: Jedem das seine. 🙂

      Oh, schön! Dann hast du den Atlantik ja sicher auch schon von einer wunderbaren Seite kennengelernt. (:

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  3. Ich mag Märchen& Fantasy schon,
    aber für Harry Potter war ich dann wohl doch schon zu alt 😉

    Ich kenne Leute, die wegen HDR nach Neuseeland reisten …
    Dahin würde ich NUR wegen der Natur fliegen 😉

    Kennst Du die Atlantikküste von Frankreich Spanien ? Das ist auch sooooo schön ! 🙂

    LG,
    Bärlinerin

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    1. Den Kommentar lese ich ja jetzt erst – tut mir leid!
      Ach zu alt bestimmt nicht, aber ich denke man muss schon mit aufgewachsen sein. 😀

      Nach Neuseeland würd ich auch gerne mal. (Nur wegen der Natur! Aber als Nebeneffekt würde ich mir auch das Auenland anschauen. ;))

      Da war ich leider noch nicht. 😦 Aber ich hoffe, da komme ich irgendwann auch mal hin – ich glaube dir nämlich aufs Wort, dass es da sehr schön ist (:

      Liebe Grüße!

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  4. Du bist ja noch jung und hast viel Zeit, all die schönen Orte und Landschaften zu sehen 😉
    Dann wird sich auch Deine Liste mit den Lieblingsorten verändern … (-> Dein Blogeintrag dazu 😉 )

    Einen schönen (kühlen) Sonntag
    wünscht Dir Bärlinerin

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