Marienschlucht [Baden-Württemberg]

Und wieder war Besuch da. An Himmelfahrt kamen meine Eltern und sie wollten dieses Mal nicht in die Schweiz, weil es da immer so viel bergauf ging. Also brauchten wir was möglichst flaches. Meine Mutter wollte schon die ganze Zeit mal in die Marienschlucht. Allerdings war die Marienschlucht die letzten Jahre immer geschlossen, weil sie als nicht sicher galt.

Der eigentlich schöne Teil der Marienschlucht befindet sich am Anfang, wenn man von Wallhausen aus kommt. Hier läuft man durch wunderschönen Laubwald entlang des Ufers. Da es heute noch ein Gewitter und Regen geben sollte, spurteten wir uns, in die eigentliche Schlucht zu kommen. Aber ehrlich gesagt, hätte der Weg bis zum Steg auch gereicht.

Am Steg angekommen wurde es voll. Man stolperte aus dem ruhigen Wald heraus und überall waren Menschen. Auf dem Steg war zunächst nicht viel los, dann wurde es aber voller und voller. Die Sonne schien noch, zum Glück. 11 Jahre hatten sie am Steg geplant und gebaut. 300 Meter lang war er nun und zu sehen gab es ehrlich gesagt nichts spektakuläres. Dafür das anfangs mit dem schönsten Naturspektakel am Bodensee geworben wurde, war ich dann schon etwas enttäuscht. Die Aussicht auf den See war zwar schön, aber man fand diese Ausblicke auf ziemlich vielen Wanderwegen, wenn man um den See herum unterwegs ist.

Wir sahen den Regen aus Richtung Ludwigshafen kommen und machten uns schnell auf den Rückweg. Es begann sogar zu Hageln. Im Wald waren wir zum Glück etwas geschützt. Und ich muss sagen, ehrlicherweise find ich es manchmal ganz witzig bei Regen unterwegs zu sein. Unter der Kapuze ist man in seiner ganz eigenen Welt gefangen.

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