Während(dessen)

Während im Norden der Schnee fällt und bleibt. Die Ostsee zufriert. Während Schnee am Strand liegt. Die Küste aus dem Grau nicht mehr herauskommt. Nicht langsam und nicht schnell. Während sich die Menschen im Süden die Fasnachtskostüme anziehen. Auf Traditionen beharren. Sich vorbereiten auf eine wilde Zeit mit viel bunten Masken. Mit viel lauter Musik und mit viel Alkohol.

Währenddessen geh ich in der Sonne spazieren. Lasse mein Gesicht wärmen von den Strahlen. Höre den Vögeln beim Piepsen zu. Währenddessen schlendre ich über den Markt. Der Duft von frischem Brot. Das Geplauder der vielen Menschen. Währenddessen sitze ich im Wald und lese. Genieße die Sonne. Nicke lächelnd den Spaziergänger:innen zu. Währenddessen entdecke ich die ersten Schneeglöckchen vor dem Haus. Sie kommen in Massen. Wie kleine Königinnen recken sie ihre Köpfe gen Himmel. Selbst das Gelb der Krokusse ist schon zu sehen.

Während der Norden noch voll in der festen Hand des Winters ist, ist währenddessen der Süden langsam aber sicher auf dem Weg in den Frühling. In der absoluten Stille der Winterpause. Im Kontrast dazu die laute und bunte Fasnachtzeit. Während wenige Urlauber:innen sich an die See verirren, plane ich meine Flucht in die Berge. Spätestens ab nächstem Donnerstag.

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