Plötzlich waren wir wieder auf der Straße. Nach 5 Tagen Freunde besuchen. Unser nächstes Ziel war der Nationalpark. Irgendwie kam alles anders, da das Wetter nun wirklich nicht so richtig mitspielte. Als wir auf dem kleinen Parkplatz ankamen, war die Landschaft schon wunderschön und ich ganz überwältigt. Aber raus wollte ich noch nicht direkt. Also gab es erstmal einen Tee, ein bisschen quatschen und dann ging es los.
Ein bisschen Bewegung muss schließlich sein. Wanderschuhe an, weil alles nass. Irgendeine Wanderung in der App gesucht, bei der klar war, das man sie heute nicht mehr schafft. Aber immerhin einen kleinen Teil davon mit herrlich schönem Ausblick, sind wir dann doch gelaufen. Blick auf den See gab es auch. So stelle ich mir Norwegen vor.



Zum Glück hatte es, als wir unterwegs waren, noch nicht geregnet. Aber die Lichtverhältnisse und die Stimmung waren schon sehr regnerisch. Daher entschieden wir dann auch nicht die gesamte Runde zu drehen, sondern lieber wieder zurück zum Bus zu laufen. Auf dem Weg dorthin erwachte dann doch wieder die Ornithologin in mir. Kleine Stelzen, Piper und ein nicht identifizierbarer Vogel wurden entdeckt.



Am Fluss dachte ich noch: Oh, sieht aus, als könnte es hier Wasseramseln geben. Ich würde gerne welche sehen. Und während ich zum Wasser runter ging, flogen zwei auf und ließen sich dann auch noch fotografieren. Ich war in meinem Element.
Zurück am Bus begann es dann zu regnen. Podcast wurde aufgenommen, Essen wurde gekocht und dann ging es auch schon früh ins Bett. Die Planung für morgen stand.



Doch am nächsten Morgen zeigte sich der Himmel noch verhangener. Wir frühstückten. Dann geschah es. Etwas lief am Van vorbei. Ein Rentier! Ich öffnete die Tür und wollte ein Foto machen. Das Rentier, neugierig wie es war, kam herüber und streckte schnuppernd den Kopf hinein. Ich streichelte kurz die Schnute und musste feststellen: Rentiere sind unglaublich weich.
Nach der Rentier-Action ging es dann los. Eigentlich zur Wanderung, aber nach den ersten Kilometern auf der Straße bemerkten wir schnell, dass der Nebel zu dick war, um irgendetwas sehen zu können. Es war super anstrengend überhaupt zu fahren. Wir entschieden uns gegen das Wandern und verließen den Nationalpark ohne zu wissen, was er noch für Landschaft bereit gehalten hätte.
Daher: Rentiererlebnis 1+, Wettertiming 6-. Richtig bitter, dass das Wetter nun so umschwang. Ich hätte so gerne mal was von Norwegen gesehen, wäre gerne nochmal wandern gegangen.



So ein Rentier entschädigt doch für (fast) alles, oder? 🙂
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Auf jeden Fall. Eine Begegnung mit Rentier kann ich jedem empfehlen 🙂
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