Rüthi & Zerveilasee [Schweiz]

Am Freitagnachmittag ging es nach einem organisatorisch anstrengenden bisherigen Tag dann los in Richtung Entspannung. Der Van war vollgepackt, wir voller Vorfreude. Unser erster Stellplatz lag bei Rüthi mitten im Wald, dafür aber mit einem tollen Blick auf die Berge. Den Abend saßen wir draußen, aßen gemütlich und ließen uns von den Mücken zerstechen. Eigentlich hatten wir gehofft, dass wir am nächsten Morgen schönen Bergblick haben würden. Allerdings zog ein Gewitter auf. Sachen also alle wieder rein ins Auto und weiter ging es.

Hinauf zum Zerveilasee war Abenteuer pur. Y. hatte gemeinte, dass wir dort oben stehen könnten. Erstmal begann eine enge Straße, die 6 km in Kurven den Berg hinauf führte. Natürlich kam uns der Bus entgegen. Dann führte der enge Weg auch noch durch einen Tunnel. Oben angekommen gab’s kaum Parkplätze. Als M. und ich uns gerade eingecremt hatten und Y. auf den Parkplatz fuhr, begann es zu gewittern. Tolle Knolle. Also rein ins Y. Camper und erstmal Mittagessen.

Wir entschieden uns dann noch für eine kleine Hochmoorwanderung. Straße runter, auf der anderen Seite der Staumauer wieder hinauf. Und dann durch das Moor mit wunderschöner Aussicht auf die umliegenden Berge.

Während wir so daher liefen, lernten wir auch gleich ein bisschen Schwyzerdütsch. Y. verzweifelte wohl an uns, denn ch und r ist im deutschen nicht so üblich. Für mich macht’s schon Sinn, das ein bisschen zu lernen, jetzt wo ich hier so viel unterwegs bin.

Im Hochmoor und am See zeigte sich die Schweiz mal wieder von ihrer schönsten Seite. Berge, wohin man sah. Der See, das Zerveilahorn, die Kühe. Ist alles Schweiz. Nach der Wanderung war ich doch etwas kaputt, da es mehr Höhenmeter waren, als vermutet und weil die Sonne dann doch wieder knallte.

M. blieb am Parkplatz zurück. Y. und ich machten uns noch hinunter zum See, um ein paar Blöcke zum Bouldern zu exploren. Aber als wir nach 45 Min. unten ankamen, war der Fluss doch so reißend, dass wir es nicht auf die andere Seite schafften. Baden ginge wir trotzdem noch schnell. Dann ging es wieder hinauf. Die Sonne schon mittlerweile hinter der Bergspitze verschwunden.

Am Parkplatz kochten wir uns noch schnell Abendessen und parkten dann nach Bonaduz um. Das Übernachtparkieren ist am Zerveilasee verboten. Also ab auf den Parkplatz, eine Runde Bohnanza spielen, ab ins Bett. Nur um am nächsten Morgen eine Wanderung zu machen und schnell in den Fluss zu hüpfen. Der Rhein war viel kälter als der Gletscherfluss am Zerveilasee. Das fühlte sich irgendwie sehr verkehrt an.

3 replies to “Rüthi & Zerveilasee [Schweiz]

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