Strecke: Konstanz – Radolfzell – Stein am Rhein – Schaffhausen – Altenburg
Es ist kalt und grau an diesem Morgen. 08:30 Uhr sind wir verabredet. Die beiden Satteltaschen hängen schon am Gepäckträger meines Rades. Der Helm ist auf dem Kopf. M² rollt vor’s Haus. Die Reise kann beginnen. Wir haben minimalistisch gepackt. Ich habe minimalistisch vorher darüber nachgedacht, worauf ich mich hier einlasse. Eigentlich wollten wir die Radtour schon letztes Jahr machen. Die wochenlange Reparatur von M²s Fahrrad hat uns dann jedoch nach Frankreich fahren lassen. Nun sitzen wir gemeinsam im Sattel und rollen los.
Die erste Strecke ist mir ziemlich bekannt. Bis nach Radolfzell sind es ca. 22 km und ich kenne die Strecke, weil das meine Arbeitsstrecke ist. Also nichts neues, nichts ungewohntes. Ich weiß, wann ich hoch und runter schalten muss, wo es versteckte Wege gibt. Wir schauen in Radolfzell noch einmal schnell von der Bucht aus auf den See. Oder zumindest auf das Wasser, was davon übrig geblieben ist.


Auch die weitere Strecke ist uns vom Rennradfahren schon im Gedächtnis geblieben. Von Radolfzell geht es weiter bis Stein am Rhein. Hier sind wird dann in der Schweiz angekommen. So langsam wächst der Mittagshunger und der Appetit ruft nach Pommes. 6 CHF sind uns dann aber eindeutig zu teuer. Also schwingen wir uns wieder in die Sättel und fahren weiter in den nächsten Ort, um hier einen Mittagspause einzulegen.


Gesättigt lässt es sich die Berge viel weniger angenehm fahren. Der Körper ist mit verdauen beschäftigt. Ich bin damit beschäftigt mich über das herrlich frische Grün des Waldes zu freuen. Ein paar Abschnitte durch die Wälder sind auf unserer Strecke drin. Wäre sicher auch schön mit Sonne, wenn das Licht durch die Baumkronen fällt. Aber hier ist noch alles grau und nass vom Regen.


Vom Rhein bekommen wir immer nur ab und zu mal etwas mit. Manchmal führt uns der Radweg weit ab davon, manchmal rollen wir ein paar Meter neben dem Wasser durch die Ortschaften. Unser nächstes größeres Ziel ist Schaffhausen. Einmal durch die Stadt geschlendert (mit Rädern gar nicht so leicht) und dann zur Hauptattraktion: Der Rheinfall. Bei dem guten Wetter sind natürlich auch wieder einige Leute hier unterwegs. Die Sonne ist hier auch unterwegs. Sie macht das Radfahren plötzlich viel anstrengender.


Am Rheinfall war ich zuletzt vor gefühlt 10 Jahren. Es hat sich aber bisher nicht viel verändert. Sieht immer noch mächtig aus. Immer noch fließt da viel Wasser, obwohl der Wasserstand im Moment deutlich niedriger ist als sonst.
Wir beschließen für heute weit genug gekommen zu sein und machen uns auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz. Ein Grillplatz bei Altenburg ist genau das, was wir suchen.


Direkt am Wasser werden die Schlafsäcke ausgebreitet. Es versprach zunächst eine ruhige Nacht zu werden. Bis im Laub hinter uns die Mäuse aktiv wurden und die ganze Nacht den Wald umgeräumt haben. So unruhig und wenig geschlafen habe ich schon lange nicht mehr.
Ich liebe diese Gegend und bin mit dem Fahrrad rund um den See gefahren, allerdings von unserem Zuhause in Hegne aus, als wir Anfang der 1990er Jahre dort lebten.
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Ach, dann kennst du dich ja wirklich sehr gut aus. Hegne ist ja direkt um die Ecke 🙂
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nice 🙂
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Herzlichen Glückwunsch und alles Gute nachträglich zu Geburtstag!
LG aus Frankfurt
Max
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Ganz lieben Dank! Viele Grüße aus dem Süden
Ines
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