Im Sattel

Wenn der Kopf voll ist, habe ich sonst immer das Schreiben als gute Ablenkung nutzen können. Im Moment passieren aber hundert Dinge gefühlt gleichzeitig und da ist es schwer überhaupt Worte zu finden. Nach meiner kleinen Osterauszeit in der Heimat, habe ich die Woche durchgehalten. Jetzt steht endlich der Urlaub an. Ich habe gefühlt seit einer Ewigkeit keinen Urlaub mehr gehabt. Zurückgedacht und gemerkt: Stimmt auch. Der letzte Urlaub war im Oktober und der zählte irgendwie nur so halb. Sonst war ich einfach sehr viele Wochenenden zwischendurch draußen und das hat mich über Wasser gehalten.

Nun ist er also da. Eine Woche Urlaub. Gerade sehne ich mich sehr danach raus zu kommen. neue Orte zu entdecken. In den letzten Tagen hatte ich häufig das Bedürfnis in Südfrankreich irgendwo auf einer Terrasse zu sitzen und ein Buch zu lesen, in Nordspanien im Camper zu sitzen und aus der offenen Tür hinaus direkt auf’s Meer zu schauen oder auf Mallorca einen kleinen Küstenspaziergang zu machen. Irgendwie war da sehr viel Sehnsucht nach Ruhe und Entspannung und dem Meer oder den Bergen.

Die Urlaubswoche wird sportlich, aber hoffentlich trotzdem entspannt und ruhig. Ich werde sie auf dem Fahrrad verbringen. Wenn meine Kondition es zulässt. Die Satteltaschen sind gepackt. Bei Satteltaschen muss ich immer ans Reiten denken und verspüre selbst danach gerade eine große Sehnsucht, mal wieder auf dem Pferd zu sitzen. Ich bin mir nicht sicher, woher die ganzen Sehnsüchte kommen. Diese Woche wird es statt Pferd aber den Drahtesel geben. Und ich freue mich darauf. Eine gewisse Gleichmäßigkeit in die Pedale zu bekommen, den Kopf ein bisschen frei. Entdeckungen machen, Micro-Abentuer erleben. Urlaub zu haben.

2 replies to “Im Sattel

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