Margaretenschlucht [Odenwald]

Nach einem Tee und mehreren Scheiben Brot, fuhren wir dann los, um unsere Autos zu waschen. Ich hatte Erbse seit dem Kauf noch nicht gewaschen und so musste vor allem das ganze Salz runter. Über dem Salz hatte sich eine schöne Staubschicht vom Waldweg gelegt und auf meiner Motorhaube hatten die Katzen ein Pfötchenabruckkunstwerk erstellt. Es regnete sowieso gerade, da konnten wir die Zeit auch nutzen. Pünktlich als die Sonne dann langsam durch die Wolkendecke zu blinzeln schien, machten wir uns auf zu unserer heutigen Wanderung.

Eigentlich hatte ich gedacht, dass wir spät dran waren, aber es überrascht mich immer wieder, wie spät andere Leute starten. Der Parkplatz war eigentlich noch komplett leer. Also nutzten wir die Zeit und erkundeten die Margaretenschlucht. Wir begleiteten den Wasserlauf – oder er uns – einmal hinunter durch die Steine. Wunderschöner, man könnte sagen magischer Ort. Im Sommer sicher überhaupt nicht spaßig, wenn einem auf den schmalen Pfaden tausend Leute entgegenkommen.

Nach ca. 3 km machten wir erstmal Mittagspause. Das fing ja gut an. Aber wir fanden einfach die perfekte Bank, in der Sonne, mit Blick auf den Neckar. Der breite Weg führte uns dann weiter am Wasser entlang, bis nach Neckargerach. Links der Neckar, rechts der Frühling: Kirschblüten, Eidechsen, Schmetterlinge, Bienen und Hummeln.

Dann kamen die Höhenmeter und ein echt fieser Anstieg in den Wald hinein. Hier wurde es etwas schattiger und damit auch von der Temperatur her etwas angenehmer. Die Bunt- und Grünspechte trommelten wie die Weltmeister. Der Kleiber rief aufgebracht (und ich erkannte ihn natürlich wieder nicht). Goldhähnchen, Meisen, Rotkehlchen, Singdrosseln – diese ganzen Frühlingsvögel machten die Wanderung noch viel schöner.

Am Waldsee wieder eine kurze Pause. Eigentlich wollten wir heute hier über Nacht stehen. Wir fuhren sogar nach der Wanderung noch hierher. Aber es waren einfach zu viele Leute da. Da wäre Essen kochen und sich im Fluss einmal kurz erfrischen etwas ungünstig gewesen. Zunächst mussten wir aber eh noch unsere Wanderung zu Ende führen. Einmal den Felsenpfad entlang (wildromantisch) und dann leider wieder auf breiten Forstwegen bis zum Auto. Uns waren die Beine dann doch ziemlich schwer und wir wirklich glücklich, als wir wieder am Auto zurück waren. Kurzes Umparken zum Waldsee, einen Tee trinken und Chips essen und einfach das Leben genießen.

Weil wir am Sonntag nach Heidelberg fahren wollten, suchten wir dann doch noch einen Parkplatz näher an der Stadt. Das war eine gute Entscheidung noch einmal umzuparken. Der Waldsee war zwar herrlich schön, aber hier mitten im Wald hatten wir unsere Ruhe. Abendessen kochen (bei dem ich die Nudeln erstmal auf den Boden schüttete, weil ich dem Topf mal wieder zu sehr vertraut hatte) und dann ein gemütliches Beisammensitzen. Ich lieb’s, dieses Campingleben.

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