Ruine Wildenburg [Odenwald]

Das Wetter ist herrlich sonnig. Nachdem ich morgens mein Auto vollgeladen hatte – vorher habe ich mehr schlecht als recht die Katzenhaare vom Kissen geklopft – ging es für mich auf die Autobahn. Meinem Brudi vorher schnell noch eine Nachricht schicken: Brauche ca. 3 Std. Es wurden vier. Zwischenzeitlich ging gar nichts, weil ein schlimmer Unfall passiert war. Trotzdem ich eine Stunde später als angekündigt angekommen war, war mein Bruder noch nicht da. Also stand ich ein bisschen in der Sonne rum und aß Mittagessen, bis er eintrudelte. Es ist immer so wunderschön ihn zu sehen. Außerdem hatte er Ernie dabei. Das sollte nämlich ein Geschwister-Camping-Wochenende werden.

In Kirchzell starteten wir unsere Wanderung. Beide hatten wir müde Körper vom Sitzen. Das Laufen tat sehr gut. Das Reden und Updaten mindestens genau so gut. Uns führte der ausgesuchte Weg zunächst aus dem Ort hinaus und hinein in den Wald. Überall zwitscherten die Vögel und der Frühling lag in der Luft. Die Pullover hatten wir uns schon am Auto ausgezogen. Die erste Wanderung im T-Shirt dieses Jahr! Bei 23 Grad. Wow.

Eigentliches Ziel der Wanderung war die Ruinen Wildenburg. Mittlerweile war es schon späterer Nachmittag geworden, aber wir ließen es uns nicht nehmen, eine kleine Verschnaufpause auf der Bank in der Sonne zu machen. Zwischen Gänseblümchen und Veilchen, da wo die Hummeln mittlerweile eifrig nach Nahrung suchten. Wir verspeisten auch unsere Nahrung und machten uns dann auf kurze Erkundungstour innerhalb der Ruine.

Eine uralte Buche im Innenhof, riesige Feuerstellen und ziemlich alte Gemäuer. Hinein in den Kellerbereich oder hinauf auf den Turm durfte man leider nicht mehr. Langsam lockte uns dann doch der Ruf des Abendessens und ein gemütlicher Stellplatz, also machten wir uns auf den Rückweg nach Kirchzell.

Unser erster angefahrener Parkplatz taugte nichts. Er war neben einem Sportplatz am Rand eines Ortes. Auf dem Hinweg hatten wir beide aber einen kleinen Wanderparkplatz entdeckt, auf den wir dann kurzerhand umparkten. Campingkocher raus aus dem Auto und schnell das Abendessen zubereitet. Die beste Erfindung bleibt einfach die Stirnlampe. Von meinen letzten Campingwochenenden war ich den Luxus-Camper von M gewohnt. Mittlerweile war ich etwas aufgeregt, wie es es wohl werden würde wieder in Erbse zu schlafen. Um 20:30 Uhr lagen wir in den Betten. Was soll ich sagen: Gemütlich war es.

Am nächsten Morgen war ich schon um kurz nach 6 Uhr wach, schaute mehr durch Zufall aus dem Fenster und war plötzlich erst recht wach. Draußen zeigte sich ein wunderschöner Sonnenaufgang. Die Spechte klopften, die Singdrossel, Meisen, Rotkehlchen und Amseln setzten zum Morgenkonzert an. Ich musste einfach nur in diesem warmen, gemütlichen Schlafsack liegen bleiben und konnte den Morgen genießen.

2 replies to “Ruine Wildenburg [Odenwald]

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